Budgeting mit Briefumschlägen Titelbild

Fällt es dir manchmal schwer, deine Ausgaben unter Kontrolle zu halten? Passiert es dir öfters, dass du für bestimmte Dinge mehr Geld als geplant ausgibst? 

Dann könnten Budget-Briefumschläge genau das Richtige für dich sein.

Oder naja, zumindest das zugrunde liegende Prinzip. Denn in Zeiten des digitalen Geldes sind physische Briefumschläge wohl nur etwas für dich, wenn du ein absoluter Bargeld-Fan bist.

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Budgeting mit Briefumschlägen: So hast du deine Ausgaben unter Kontrolle

Dieses System stammt noch aus einer Zeit, in der Rechnungen mit Bargeld bezahlt wurden. Dabei wurde das Geld für die verschiedenen Ausgaben in Kategorien unterteilt – Miete, Strom, Lebensmittel, etc. Für jede Kategorie gab es dann einen Briefumschlag mit Bargeld in Höhe des jeweiligen Budgets. 

War der Umschlag leer, hieß es: Warten bis zum nächsten Gehalt.

Auch wenn heute nur noch wenige Dinge mit Bargeld bezahlt werden, findest du das Prinzip immer noch in vielen Budget-Apps und -Programmen. Nur eben ohne physische Briefumschläge.

Wie das Briefumschlag-Budget funktioniert:

  1. Mach dir zunächst deine Ausgaben bewusst und teile diese in Kategorien ein. Vergiss nicht eine Kategorie für Ersparnisse anzulegen! (Der kostenlose Finanzplaner hilft dir hierbei übrigens.)
  2. Jeder Kategorie ordnest du nun eine Menge an Geld zu, die du dafür ausgeben kannst und willst. Die Summe aller Umschläge darf natürlich nicht dein Netto-Einkommen übersteigen. Um die Budgethöhe sinnvoll anzulegen, fängst du am besten mit deinen fixen Ausgaben an, die immer gleich hoch sind. Dann addierst du flexible Kosten. 
  3. Schreibe dann auf die Umschläge den Namen der Kategorie und wie viel Geld dafür zur Verfügung steht.
  4. Nimm das Geld aus dem entsprechenden Umschlag, wenn hier Kosten anfallen.
  5. Ist der Umschlag leer, kann auch nichts mehr ausgegeben werden – bis zum nächsten Gehalt.
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Briefumschläge in Zeiten von Konten, Kreditkarten, PayPal und Co.

Okay okay, ich gebe ja zu, dass das klassische Umschlag-System mit Bargeld heute schlechter funktioniert als noch vor 10 Jahren, weil die meisten Zahlungen digital ablaufen. Wenn du dieses aber leicht abwandelst und nur für bestimmte Ausgaben nutzt, kann es trotzdem noch sehr hilfreich sein. 

Denn die Sache ist die: Viele der Ausgaben, die wir heute noch bar bezahlen, sind flexible Kosten, die oft so gering sind, dass wir gar keinen Überblick mehr darüber haben. Ich rede hier vom schnellen Kaffee vor der Arbeit, dem Brötchen beim Bäcker in der Mittagspause oder dem Cocktail beim Club-Besuch am Wochenende. 

Hier geht es meist um kleine, einstellige Beträge, die aber oft zu beträchtlichen Summen heranwachsen können. Solche Ausgaben haben oftmals das größte Sparpotenzial. 

Es macht also Sinn, für diesen „Kleinkram“ die Briefumschläge zu nutzen. 

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So berechnest du das Budget für deine Briefumschläge

Bevor wir anfangen können, Budgets für die einzelnen Posten zu verteilen, müssen wir wissen, wie viel unseres Gehaltes überhaupt noch für solche Ausgaben übrig ist.

Netto-Einkommen
– fixe Ausgaben, z.B. Miete, Strom, Wasser, Handyvertrag, etc.
– flexible, aber planbare Ausgaben, z.B. Wocheneinkauf, Ticket für Bahn und Bus, Tanken, etc. (rechne hier mit Durchschnittswerten)
– Sparziel (z.B. 10% des Netto-Einkommens)
= verfügbare Summe für Briefumschläge

Du kannst für deine Rechnung die Budgetplaner-Vorlage vom kostenlosen Finanzplaner nutzen, das macht es dir noch leichter 🙂

Taschenrechner-Budgeting mit Briefumschlägen

Lege nun Kategorien für deine Ausgaben fest. Hier ein paar Beispiele:

  1. Mittagessen und Snacks
  2. Unterhaltung (Kino, Feiern gehen, Ausflüge, etc.)
  3. Restaurantbesuche und Lieferdienste
  4. Klamotten 

Wie hoch das Budget für diese Posten sein sollte, hängt davon ab, wie viel du in der Vergangenheit durchschnittlich dafür ausgegeben hast und wie viel du hierfür ausgeben möchtest (oder solltest).

Du kannst dich nun entscheiden, ob du physische oder digitale Umschläge (z.B. in Form einer App) verwenden willst.

Digitale Umschläge

In Apps, wie zum Beispiel Money Coach legst du hierfür Budgets an und benennst sie. Bei Money Coach kannst du einem Budget eine oder mehrere Kategorien zuordnen. Hast du nun beispielsweise Geld für Klamotten ausgegeben, trägst du das in die App ein und wählst die Kategorie „Kleidung“ aus.

Die App summiert deine Ausgaben dann automatisch und zeigt dir an, wie viel Geld du für die einzelnen Posten noch übrig hast. 

Physische Umschläge

Wenn du physische Briefumschläge verwenden möchtest, schreibst du die Kategorien und Beträge auf die Umschläge. Es kann sein, dass du mit der Zeit einige Beträge anpassen musst, weil sie nicht realistisch sind oder sich deine Ausgaben geändert haben. Also vielleicht nutzt du hier nur einen Bleistift? 😉

Dann tust du am Monatsanfang die notierte Summe in die jeweiligen Briefumschläge und nutzt dieses Geld, wenn Kosten der jeweiligen Kategorie anfallen.

Aber Finanzen sollten auch ein wenig Spaß machen, oder? Wenn du also das System mit dem Briefumschlägen gern für dich nutzen möchtest, kannst du beispielsweise bunte Briefumschläge nutzen oder diese besonders verzieren. Damit wird das Ganze gleich viel schöner 🙂

Wenn du gerade keine Umschläge zuhause hast, gibt es ein paar Hübsche bei Amazon (Affiliate-Links):

Ich wünsche dir viel Spaß beim Aufstellen (und Einhalten) deiner Budgets!

Deine

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