Gehaltsverhandlung_Frauen_Titelbild_Artikel_17 Tipps

Ach ja, die liebe Gehaltsverhandlung… Frauen verdienen mehr, finde ich. Das Problem: In unserer Gesellschaft wird kleinen Mädchen oft beigebracht, lieb, charmant und bescheiden zu sein.

Kein Wunder also, dass uns Mädels weder das dick auftragen, noch das Verhandeln liegt.

Kleine Jungs werden dagegen viel eher auf Wettbewerb getrimmt. Rangeleien sind für sie normal. Als Erwachsene fällt es ihnen deshalb leichter auch mal die Ellenbogen auszufahren und selbstbewusst für sich und ihre Interessen einzutreten.

Soziale Normen nennt man das. Und die sorgen bei uns Frauen für ordentlich Nachteile, wenn es um die Gehaltsverhandlung geht. So sind Frauen beim Thema Gehalt weniger aggressiv als Männer, sie fordern viel seltener Erhöhungen ein. Männer gehen dagegen viel offensiver vor, überschätzen teilweise sogar ihre Fähigkeiten – und zwar zum Vorteil bei Gehaltsverhandlungen.

So entsteht ein geschlechterbedingter Gehaltsunterschied – die Gender Pay Gap. Die liegt in Deutschland übrigens durchschnittlich bei 21 Prozent. Das bedeutet, für jeden Euro, den ein männlicher Kollege in gleicher Position verdient, bekommst du als Frau nur 79 Cent.

Auf diese Lohnlücke soll uns übrigens auch der Equal Pay Day jedes Jahr wieder hinweisen. Der findet in der Regel im März statt – bis dahin haben wie Mädels rechnerisch für „lau“ gearbeitet.

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Bei gut ausgebildeten Frauen sind die Unterschiede übrigens besonders groß: Im weltweiten Durchschnitt verdienen weibliche Akademikerinnen rund 30 Prozent weniger als Männliche.

Die Gender Pay Gap klingt nicht besonders fair, oder? Und weißt du, was daran besonders blöd ist? Wir sind zum Teil selbst daran schuld. Weil wir eben zu wenig Gehalt verhandeln. Wir müssen uns also darum kümmern und bei unserem Gehalt rausholen was geht. Damit diese Lücke in den nächsten Jahren kleiner wird.

Lass mich dir erklären, welche Fehler wir Mädels beim Thema Gehalt besonders häufig machen, bevor ich dir erkläre, wie du es besser machen kannst.

Gehaltsverhandlung: Frauen machen häufig diese Fehler

Für uns Frauen ist es oft selbstverständlich, ausgezeichnet und gewissenhaft zu arbeiten. Nicht der Rede wert also. Oder? Doch!

Denn diese Einstellung und die fehlende Selbst-Anerkennung unserer Leistungen sorgen dafür, dass es uns schwerer fällt für diese Leistung ein entsprechendes Gehalt zu verlangen.

Wir wollen ja nicht eingebildet, arrogant oder überheblich wirken. Auch die Angst vor Zurückweisung oder schlechter Stimmung sorgen dafür, dass wir uns oft mit einem niedrigeren Gehalt zufrieden geben. Deshalb verkaufen viele Frauen ihre Leistungen unter Wert.

Dabei sorgen diese Fehler am häufigsten für ein geringeres Gehalt:

  1. falsche Bescheidenheit: Frauen neigen teilweise dazu, die eigene Arbeit und die eigenen Leistungen herunterzuspielen. Sie werden als nichts besonderes abgetan und damit auch oft von anderen nicht genügend gewürdigt.
  2. fehlendes Selbstbewusstsein: Es fällt uns Mädels oftmals schwer, unseren Wert einzufordern und diese Forderung dann auch selbstbewusst zu vertreten.
  3. zu harmoniebedürftig: Frauen haben manchmal Angst, dass ihre Gehaltsforderung sich negativ auf die Beziehung zu Vorgesetzten und / oder Kollegen auswirken könnte. Das führt dazu, dass sie sich zu oft gar nicht trauen, ein angemessenes Gehalt zu fordern.
  4. fehlendes Wissen über den Marktwert: Frauen wissen nicht, was ihre Leistung auf dem Markt eigentlich wert ist und verkaufen sich unter Wert.
  5. zu wenig gefordert: Die Forderung wird von Anfang an zu niedrig angesetzt und diese wird dann oft noch heruntergehandelt. Unterm Strich fällt die Erhöhung damit niedriger aus als gehofft.
  6. erste Gehaltsverhandlung verpatzt: Das Einstiegsgehalt wurde zu niedrig verhandelt. Die Differenz nun noch aufzuholen ist schwer. Warum sollte der Arbeitgeber für die gleiche Leistung auf einmal viel mehr bezahlen? Das muss sehr gut begründet sein.

Damit du diese Fehler nicht machst und die nächste Gehaltsverhandlung garantiert zum Erfolg wird, habe ich dir hier 17 Tipps zusammengetragen, die besonders für Frauen wichtig sind.

Aber bevor wir loslegen, will ich dir noch meine Checkliste mit allgemeinen Tipps und Verhandlungstricks ans Herz legen. Lade sie dir am besten gleich herunter, bevor du weiterliest. 

 

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17 Tipps für deine Gehaltsverhandlung: Frauen verdienen mehr!

1. „Promote“ deine Leistungen und Erfolge – und zwar regelmäßig!

Wir Mensche sind einfache Wesen. Wenn du willst, dass jemand deine Leistungen kennt (oder noch besser: anerkennt), musst du ihm davon erzählen. Punkt.

Du kannst nicht erwarten, dass dein/e Vorgesetzte/r schon von alleine sehen wird, wie hart du arbeitest. Manchmal musst du ihm oder ihr einfach ein wenig unter die Nase reiben, wie gut du bist.

Nutze beispielsweise regelmäßige Monats- oder Quartalsmeetings, um „mal kurz einen aktuellen Stand zu geben“. So kannst du ohne Druck von den Entwicklungen und Erfolgen deines Bereichs erzählen.

Oder schicke einfach mal eine kurze Erfolgsmail. Gibt es beispielsweise ein besonders gutes Feedback von Kunden oder wurde ein angestrebtes Ziel erreicht, kannst du eine kurze Mail schicken und davon erzählen. Das hebt oftmals auch gleich die Stimmung!

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Je häufiger du das machst, umso besser. So wird deiner/m Vorgesetzten Stück für Stück klar, dass du einfach großartig bist und unverzichtbar für das Unternehmen.

Das Ganze hat auch übrigens mehrere psychologische Vorteile:

  1. Wenn dein Chef im Gehaltsgespräch alles auf einmal hört und annimmt, dass du ihm das ja „nur“ erzählst, weil du mehr Gehalt willst, kann das dafür sorgen, dass er die einzelnen Erfolge weniger zu schätzen weiß.
  2. Wenn es dir schwer fällt, „groß“ von all deinen Erfolgen zu erzählen (weil du z.B. das Gefühl hast, damit anzugeben), kann es helfen, „klein“ davon zu erzählen – eben in Form von kleinen Erfolgs-Häppchen, die du über einen längeren Zeitraum hier und da ins Gespräch einstreust.

2. Ergreife die Initiative und vereinbare einen Gesprächstermin.

Der Chef wird kaum von alleine auf dich zukommen und dir mehr Gehalt geben. Auch wenn das natürlich schön wäre… Wenn du nie eine Gehaltserhöhung forderst, bekommst du wahrscheinlich auch keine. Bei bei deinen Vorgesetzten könnte sogar der Eindruck entstehen, du traust dir nichts zu.

Alle ein bis eineinhalb Jahre nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, ist durchaus üblich. Die meisten Frauen bitten jedoch nur alle zwei bis drei Jahre um mehr Geld.

Du musst auch nicht auf das regelmäßige Jahresgespräch warten (falls es sowas bei dir überhaupt gibt). Der erfolgreiche Abschluss eines wichtigen Arbeitsauftrags oder die Vergrößerung des eigenen Verantwortungsbereichs sind beispielsweise perfekte Zeitpunkte, um eine Gehaltsanpassung anzusprechen.

Versuche darauf zu achten, dass dein Chef gerade nicht mehr als normal unter Druck steht bzw. gestresst ist. Wenn es zum Beispiel gerade Probleme im Unternehmen gab oder er sich um ein sehr wichtiges Projekt kümmern muss, hat dein Chef wahrscheinlich tausend andere Dinge im Kopf als dein Gehalt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass deine Forderungen abgeblockt wird.

Wichtig ist auch, dass das Unternehmen nicht gerade in einer finanziell schwierigen Situation steckt. Das ist selbsterklärend oder? Wenn dein Unternehmen gerade Insolvenz angemeldet hat, ist das nicht der beste Zeitpunkt, um über mehr Gehalt zu verhandeln.

3. Zeige dich selbstbewusst.

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Frage nicht demütig: „Wie zufrieden sind Sie?“.

Als Frau solltest du deine Leistungen betonen und ganz selbstverständlich mehr fordern.

Dabei spielt übrigens auch deine Körpersprache eine wichtige Rolle. Falls dir sowas schwer fällt, oder du dich unsicher fühlst, übe das Gespräch vorher mit einem Partner.

Es gibt im Netz einige großartige Videos zum Thema Selbstbewusstsein und Körpersprache, die dir hier weiterhelfen können, wie z.B. die von Charisma on Command.

 

4. Nutze die Gender Pay Gap als Motivation.

In meinem ersten Studentenjob durfte ich direkt Bekanntschaft mit der Gender Pay Gap machen.

Ein neuer Kollege hatte die gleiche Position wie ich. Er hatte nur weniger Erfahrung. Sein Gehalt betrug dafür 150% von meinem.

Das war zwar alles andere als fair, sorgt dafür aber für eine langfristige Motivation: Damals habe ich mir geschworen, dass ich mich nie wieder so fühlen möchte. Also habe ich so viel wie möglich über Gehaltsverhandlungen gelernt, damit ich das Beste für mich herausholen kann und mich nicht unter Wert verkaufe.

Wenn du also auch wütend über diese Ungerechtigkeit bist, kannst du versuchen, das in etwas Positives zu verwandeln.

Sagen wir zum Beispiel, die nächste Gehaltsverhandlung steht an. Du merkst, wie deine Gehaltsvorstellungen immer weiter herunterschraubst (beispielsweise bedingt durch Bescheidenheit und fehlendes Selbstbewusstsein). Dann google einfach „Gender Pay Gap“ und lies dir ein paar Artikel dazu durch. Motiviert ungemein 😉

5. Kenne deinen Marktwert.

Recherchiere gründlich, wie viel Gehalt in deiner Position branchenüblich ist. Bedenke, dass beim Gehalt auch immer Faktoren wie Betriebszugehörigkeit, Firmenstandort und -größe eine Rolle spielen.

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Aber erwarte nicht, die EINE angemessene Summe zu finden. Du wirst viele verschiedene Gehaltsangaben finden, die teilweise stark voneinander abweichen. Du findest also nur eine Gehaltspanne, in der deine Forderung liegen sollte.

Notier dir am besten die verschiedenen Angaben (z.B. in einer Excel-Tabelle). Wenn du dir am Ende unsicher bist, was nun deine eigentliche Forderung sein sollte, dann liegst du hier mit einem Mittelwert zumindest nicht falsch.

6. Rechne dir vorher Prozente und die absoluten Beträge aus.

Mal eben während des Gesprächs im Kopf ausrechnen, wie viel Prozent die angebotene Summe von deinem jetzigen Gehalt ist? Oder was die angebotenen 5% Prozent effektiv mehr bedeuten? Das fällt uns Frauen schwerer als Männern.

Rechne deshalb im Vorfeld verschiedene Varianten aus – was bedeuten, 5%, 10% oder 15% mehr?

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Dein Wunschgehalt solltest du dir auch als Monatsbrutto, Jahresbutto und prozentuale Erhöhung notieren. Es schadet auch nicht, vorher mit einem Brutto-Netto-Rechner mal zu schauen, wie viel vom Wunschgehalt denn effektiv auf deinem Konto landen würden.

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7. Lege 5% auf deine erwartete Erhöhung drauf.

Setze deinen Gehaltswunsch ein bisschen höher an, als die Summe, die du verdienen willst (= dein Kernziel). Das Idealziel sind fünf Prozent plus über dem Kernziel. Steige lieber damit ein. Das Ausstiegsziel (also deine untere Schmerzgrenze) sollte dabei fünf Prozent unter deinem Kernziel liegen.

Denk dran, dein Gegenüber wäre ein ungeschickter Käufer, wenn er dich nicht etwas herunterhandeln würde. Du hast dir 40.000 als realistisches Ergebnis der Gehaltsverhandlung vorgestellt? Dann sage 42.000 oder 42.500.

Umgekehrt gilt: Wenn dein Verhandlungspartner zuerst eine Summe nennt, rechnet er damit, dass du eine höhere Summe (deine Maximalforderung) nennst und nicht gleich akzeptierst.

Übrigens: Wenn du hier eine „krumme“ Zahl wie 42.500 nennst – also keinen glatten Tausender – dann steigt übrigens die Wahrscheinlichkeit, dass dein Vorgesetzter in Hunderterschritten denkt und runterhandelt.

 

8. Sieh die Verhandlung als ein Spiel an.

Versuche die Verhandlung weniger persönlich zu nehmen – das angebotene Gehalt spiegelt nicht deinen persönlichen Wert wider! Sieh es eher als Spiel, bei dem beide Partner durch kluge Taktiken ihre Ziele erreichen wollen.

Bei diesem Spiel geht es darum, sich durch gegenseitiges Argumentieren auf ein gemeinsames Ergebnis zuzubewegen. Ein Ergebnis mit dem im optimalen Fall beide Seiten gut leben können.

9. Lass dir auch deine Motivation bezahlen.

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Hauptsache die Arbeit macht dir Spaß, dann ist das Geld nicht so wichtig? Eher nicht. Denn Spaß an der Arbeit ist kein Grund ein niedriges Gehalt zu akzeptieren. Eher im Gegenteil: Wenn du Spaß an deiner Arbeit hast, bist du häufig leistungsbereiter und auch erfolgreicher. Und das darfst du dir auch angemessen bezahlen lassen.

Dein Gehalt ist schließlich kein Schmerzensgeld, dass nur dann hoch ausfallen darf, wenn die Arbeit besonders „unspaßig“ ist.

10. Unterschätze dich nicht.

Die typische weibliche Bescheidenheit sorgt nicht selten dafür, dass wir uns selbst und unsere Leistungen unterschätzen.

Vielleicht denkst du ja, dass du auch nicht besser oder erfolgreicher als deine Kollegen arbeitest. Und natürlich haben auch deine Kollegen Erfolge vorzuweisen, aber auch sie halten damit wahrscheinlich nicht hinterm Berg, sondern fordern ein angemessenes Gehalt dafür.

11. Orientiere dich nicht am Gehalt von anderen Frauen.

Vergleiche dich nicht mit anderen Frauen in deiner Position, wenn du dir deine Gehaltsvorstellung formulierst. Denn die verdienen meist auch zu wenig.

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Orientiere dich lieber an dem Gehalt von Männern in deinem Job.

Solltest du dich mit einigen Kollegen so gut verstehen, dass ihr auch mal übers Gehalt sprecht, dann nimm lieber die männlichen Kollegen in ähnlicher Position als Anhaltspunkt.

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12. Vertraue nicht auf den Gerechtigkeitssinn des Chefs.

Vertraue nicht darauf, dass dein Chef dich schon gerecht und angemessen bezahlen wird. Das Gehalt ist Verhandlungssache, und Personaler und Chefs sind keine Gleichstellungsbeauftragten.

Im Gegenteil: Vereinfacht gesagt, ist es ihr Ziel, möglichst viel Kompetenz für möglichst wenig Geld zu bekommen. Informiere dich also, welches Gehalt branchenüblich und realistisch ist.

Versteh‘ mich nicht falsch, es kommt durchaus vor, dass Vorgesetzte von sich aus eine Gehaltserhöhung anbieten. Das ist mir sogar selbst schon passiert. (Ein hoch auf solche Chefs!) Nur leider ist das meist eher ein Zeichen dafür, dass du so wenig verdienst, dass sogar dein Vorgesetzter schon meint, da etwas dagegen tun zu müssen…

Wenn dein Gehalt dagegen angemessen oder gut ist, wird dir das kaum passieren. Ich schließe hier jetzt mal Sonderfälle aus, in denen ein Vögelchen deinem Vorgesetzten gezwitschert hat, dass du dich woanders bewirbst bzw. dass du vorhast zu gehen. Da kann es natürlich vorkommen, dass dir „einfach so“ ein höheres Gehalt geboten wird, um dich im Unternehmen zu halten.

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13. Rede nicht um den heißen Brei herum.

Wir Mädels verwässern ab und an Aussagen, um sie abzumildern. Sätze wie „Also, es wäre schon schön, wenn ich so an die 40.000 im Jahr kriegen könnte“ oder „Ich wollte mal fragen, ob es recht wäre, wenn ich vielleicht irgendwann mehr Gehalt bekommen könnte“ lassen dich aber eher als Bittstellerin auftreten, anstatt als ernstzunehmende Verhandlungspartnerin.

Wenn du also im Gespräch nach deinem Gehaltswunsch gefragt wirst, dann sprich Klartext. Kurz und schmerzlos ist hier die Devise: „Ich stelle mir 40.000 im Jahr vor“. Basta.

Bereite dich auch innerlich auf ein nicht gerade erfreutes Gesicht vor. Pass auf dass du nicht direkt zurückruderst, nur weil dein Gegenüber nicht positiv reagiert.

14. Lass dich nicht verunsichern.

Vielleicht wird dir der Personaler im Gespräch sagen, dass deine Vorstellung viel zu hoch oder sogar „utopisch“ ist. Vielleicht hörst du aber auch von deinem Vorgesetzten, dass sich das Unternehmen das nicht leisten kann. Bereite dich innerlich darauf vor, damit dich solche Aussagen nicht aus dem Konzept bringen.

Du kannst deine Gehaltsvorstellung ruhigen Gewissens verteidigen, schließlich hast du dich vorher gut informiert, welche Gehälter branchenüblich sind. Im besten Fall kannst du dem Unternehmen auch Erfolge nachweisen, die für wirtschaftliche Vorteile (neue Kunden bzw. Aufträge, Einsparungen, Gewinne, etc.) gesorgt haben.

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15. Bleib hartnäckig und gib nicht zu schnell auf.

Wir Mädels neigen dazu, schneller „Ja“ zu sagen, als Männer, weil wir es nicht ertragen können, ein Angebot abzulehnen. Dahinter steckt häufig die Angst, nicht geliebt zu werden, wenn man zu viel fordert. Und wir Frauen sind nun mal oft harmoniebedürftiger als Männer.

Aber dein Chef mag dich nicht weniger, wenn du mehr Gehalt forderst. Im Gegenteil: Für eine gerechtfertigte Forderung wird er dir eher mehr Respekt entgegenbringen als weniger.

16. Biete Alternativen an.

Überlege dir vorab andere Geldwerte als Alternativen. Und wenn in der Gehaltsverhandlung etwas nicht drin ist, dann forderst du etwas anderes. Hier ein paar Beispiele:

  • Weiterbildung,
  • Auto,
  • mehr Flexibilität (z.B. Home Office),
  • weniger Wochenstunden,
  • Laptop,
  • Sonderurlaub,
  • Tankgutschein,
  • Kinderbetreuungskosten-Zuschuss
  • oder ein Firmenhandy.

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Hier solltest du natürlich nur fordern, was dir auch privat wirklich etwas bringt bzw. dich glücklich machen würde. Sonst bist du am Ende unzufrieden.

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17. Mache deine Unzufriedenheit deutlich.

Wenn das Gespräch nicht zu dem Ergebnis führt, dass du dir vorgestellt hast, dann solltest du das auch deutlich machen. Das kannst du sogar wörtlich sagen: „Das entspricht nicht meinen Vorstellungen“ oder „Damit bin ich nicht zufrieden.“ Das muss dein Chef aushalten.

Böse gucken kann hier übrigens auch nicht schaden. Klingt komisch, ist aber so. Denn durch deine Körpersprache verschaffst du dir Autorität. Wir Frauen neigen häufig dazu zu lächeln, um Situationen zu beschwichtigen. Das wäre hier aber kontraproduktiv. Übe also lieber vorher nochmal deinen bösen (oder zumindest kritischen) Blick 😉

Und ganz wichtig: Aushalten, dass es nicht direkt ein Happy End gibt. Das fällt uns Mädels oftmals schwer, ist hier aber ein Muss.

Vertage die Entscheidung oder kündige an, dass du wieder kommen wirst. Vereinbare möglichst direkt den nächsten Termin. Auch das wird deinen Vorgesetzten stressen. Aber denk immer dran: Das ist ein Taktikspiel.

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Fazit

Denk immer daran: Deine Leistungen und Erfolge anzusprechen, hat nichts mit Eigenlob oder Angeberei zu tun. Im Job ist eine gelungene Selbst-PR nun einmal unerlässlich.

Dazu gab es vor einigen Jahren auch eine Studie eines amerikanisches IT-Konzerns, der herausfinden wollte, nach welchen Kriterien Menschen befördert werden. Und siehe da: Die Leistung der Mitarbeiter war dabei nur zu zehn Prozent relevant. Für die restlichen 90 Prozent war das Eigen-Marketing des Mitarbeiters ausschlaggebend.

Also sei stolz auf deine Leistungen und promote sie! Natürlich solltest du auch die anderen Tipps oben befolgen, dann holst du auch als Frau aus deiner nächsten Gehaltsverhandlung das Beste raus und verdienst dir dein Traumgehalt 🙂

Und denk dran: Ich stehe hinter dir!

Übrigens: Hier findest du noch mehr allgemeine Tipps für deine Gehaltsverhandlung!

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