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In Deutschland sind die Menschen sehr Aktien-kritisch.

„Das Risiko ist viel zu hoch! Das gleicht dem Glückspiel! Da verliert man sein ganzes Geld!“ 

Das ist natürlich alles übertrieben und hat schon fast was von Schwarzmalerei. Man sollte sich schon vorher informieren, so wie man das bei allen Geldanlagen tun sollte. Aber Angst braucht Frau vor der Börse nicht zu haben.

Wenn du auch zu denen gehörst, in der Vergangenheit von Wörtern wie „Börse“, „Aktien“ oder „Fonds“ abgeschreckt waren, dann habe ich hier genau das Richtige für dich!

In Zeiten wie dieser, wo die Zinsen der meisten Anlagen unser Geld nicht vermehren, sondern nur die Verluste der Inflation minimal verringern, brauchen wir nun mal Alternativen.

Ich meine, 0,2 Prozent Zinsen? Oder sogar Negativzinsen? Da kannst du dein Geld auch gleich unter dem Kopfkissen liegen lassen. (Achtung Ironie!)

Aktien bieten im Vergleich zu den üblichen Anlagen (Sparbuch, Tagesgeldkonto, etc.) sehr hohe Renditen. Natürlich ist aber auch das Risiko entsprechend höher. 

Du willst dein Geld nun so anlegen, dass es tatsächlich für dich arbeitet und nicht nur auf der faulen Haut liegt. Aber du bist nicht bereit, ein hohes Risiko einzugehen. Was machst du?

Du legst dein Geld in einem ETF-Sparplan an!

Wichtig: Es handelt sich hierbei um ein reines Informationsangebot und keine Anlageberatung in irgendeiner Art. Beachte dazu meinen Haftungsausschluss.

Was ist ein ETF?

ETFs sind eine spezielle Art von Aktienfonds. ETF steht für Exchange Traded Funds, also ein an der Börse gehandelter Fonds. Dieser Fonds besteht aus vielen verschiedenen Aktien und bildet einen Index, wie beispielsweise den DAX oder den Weltindex MSCI World nach. 

Dein Geld kannst du mit einem ETF leicht über sehr viele verschiedene Unternehmen, Branchen und Länder verteilen. Du streust breit und reduzierst so dein Risiko.

ETFs werden nicht aktiv von einem Fondsmanager verwaltet und haben so geringere Gebühren. Ein ETF ist aber trotzdem genauso sicher wie aktiv verwaltete Fonds: Geld, das du in ETFs investiert hast, zählt als Sondervermögen und ist bei Pleiten des ETF-Anbieters geschützt.

Da ein ETF einen Index nachbildet, bedeutet das, dass du so viel Rendite wie die breite Masse der Investoren erzielst. Das heißt, deine Gewinne sind nicht utopisch hoch, aber dein Risiko ist damit auch geringer. Und je nach Wahl des ETFs sind über längere Zeiträume oftmals stabile Renditen von 5-15% drin.

Du kannst dir die Wertentwicklung der verschiedenen ETFs z.B. auf Seiten wie onvista oder justETF anschauen und so Erkenntnisse über mögliche Renditen gewinnen.

ETF-Sparplan - Geld anlegen mit wenigen Klicks

Die großen Anbieter heißen übrigens iShares, Xtrackers und Lyxor. ETFs dieser Anbieter kannst du bequem über ein Online-Depot kaufen.

Damit deine Renditen nicht von den Kosten aufgefressen werden, solltest du auf die Gebühren für Depotführung, Ausgabeaufschläge und Ausführungsentgelt achten. Direktbanken, wie DKB*, Comdirect, ING oder Consors, bieten hier oft gute Konditionen. Reine Online-Broker sind auch meist sehr günstig. So sind beispielsweise bei Trade Republic* oder Smartbroker* Sparpläne komplett kostenlos.

Vergleiche einfach mal die verschiedenen Anbieter und nutze wenn möglich Sonderangebote, bei denen der Ausgabeaufschlag entfällt oder die monatlichen Gebühren reduziert sind.

Was bedeutet thesaurierend und ausschüttend?

Es gibt thesaurierende und ausschüttende ETFs. Welcher ETF was ist, findest du ebenfalls auf Seiten wie onvista.

Bei einem ausschüttenden ETF werden die Dividenden ausgezahlt (=die Gewinnbeteiligung der Unternehmen an ihre Anteilseigner). Dein ETF generiert also ein passives Einkommen. Die Dividenden betragen in der Regel nur ein paar Cent pro Stück. Die Höhe kommt darauf an, wie viele der im ETF enthaltenen Unternehmen Dividenden an die Aktionäre ausschütten und wie hoch der entsprechende Prozentsatz ist. So gibt es beispielsweise auch ETFs die speziell auf Aktien ausgelegt sind, die Dividenden zahlen.

Hier erfährst du mehr dazu: Jeden Monat Dividendenzahlungen mit nur ETFs

Thesaurierend bedeutet, dass die Dividenden der Aktien wieder reinvestiert werden. Du profitierst damit vom Zinseszinseffekt und kannst langfristig besser Vermögen aufbauen.

Warum macht ein ETF-Sparplan Sinn?

Du kannst entweder einen größeren Betrag in ETF-Anteile investieren oder du sparst monatlich mit einem ETF-Sparplan an. Ich empfehle dir Zweiteres. Lass mich dir erklären, warum.

Mit einem ETF-Sparplan legst du monatlich einen festen Betrag in einem ETF deiner Wahl an. Das kannst du je nach Anbieter schon ab 50€ oder sogar 25€ (z.B. bei Trade Republic* oder bei Smartbroker*). Um einen Sparplan zu eröffnen, brauchst du also kein Anlagekapital.

Sparschwein_ETF-Sparplan

Das bedeutet für dich auch, dass eine Ausrede wegfällt. Nämlich die, dass es sich erst lohnt, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern und Investitionen zu tätigen, sobald man viel Geld hat 😉

Aber zurück zum Sparplan.

Du kaufst also jeden Monat für X Euro Anteile des ETFs, das sind dann je nach Kursstand mal mehr und mal weniger.

Gut für dich: Wenn der Kurs sinkt, brauchst du nicht ins Schwitzen kommen. Im Gegenteil: Du bekommst für dein Geld dann mehr Anteile und senkst so die durchschnittlichen Kosten pro Anteil. Sinkende Kurse sind mit einem Sparplan also etwas Positives.

(Vorausgesetzt natürlich du legst dein Geld langfristig an und verkaufst nicht, nur weil die Kurse gerade schlecht stehen.)

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Rechenbeispiel: Mit einem ETF-Sparplan von sinkenden Kursen profitieren

Ich zeige dir das mal an einem vereinfachten Rechenbeispiel:

Schauen wir uns doch einmal Anna an, die gerade angefangen hat, ihr Geld in einem ETF-Sparplan anzulegen.

Anna hat gerade ihr Depot eröffnet und sich für einen globalen ETF auf den MSCI World entschieden. Damit ihre Gewinne nicht von den Kosten aufgefressen werden, hat Anna drauf geachtet, dass die Gebühren für Depotführung, Ausgabeaufschläge und Ausführungsentgelt möglichst gering sind.

Anna hat sich vorher aber auch belesen und herausgefunden, dass sie ihre Gewinne maximieren kann, wenn sie einen „thesaurierenden“ ETF wählt, denn bei diesem werden die Dividenden automatisch wieder angelegt und Anna kann so vom Zinseszinseffekt profitieren.

Im ersten Monat steht der Kurs bei 50€ und sie bekommt für ihre investierten 50€ genau 1 Stück. Im zweiten Monat sinkt der Kurs auf 40€. In den ersten beiden Monaten hat Anna also durchschnittlich 45€ pro Stück bezahlt. Im dritten und vierten Monat sinkt der Kurs noch weiter und liegt bei 30€.

Monat1234
Investition 50€    50€    50€    50€   
Kurswert 50 40 30 30
Gekaufte Anteile    1 1,25 1,66 1,66

Anna braucht sich aber darüber nicht ärgern, denn sie hat damit für ihre Anteile über die erste 4 Monate hinweg durchschnittlich nur noch 37,5€ bezahlt.

Nehmen wir mal an, der Kurs würde im fünften Monat wieder auf 40€ steigen. Obwohl Anna bei 50€ Kurswert eingestiegen ist, würde sie bei einem Verkauf keine 10€ Verlust pro Stück machen, sondern 2,50€ Gewinn. Anna hat also von den schlechten Kursen profitiert.

Aber es kommt noch besser: Denn Anna hat dadurch nicht nur ihre durchschnittlichen Kosten pro Stück gesenkt, sondern so natürlich auch mehr für ihr Geld bekommen.  Nach 4 Monaten hätte Anna bei einem gleichbleibenden Kurs von 50€ 4 Stück gehabt. Aber so hat sie sogar schon 5,58 Stück. 

Genial, oder?

Deine

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