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Leute, die Inflation ist zu hoch. Okay, das ist nichts neues. Aber sie wird auch noch ne Weile hoch bleiben. So liegen die Prognosen für 2023 bei 7-8%. Damit verliert unser Geld in nur 2 Jahren fast ein fünftel seines Wertes, also seiner Kaufkraft. Wir müssen was tun.

Quelle: tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-prognosen-101.html

In diesem Artikel erkläre ich dir deshalb, warum du insbesondere in Inflationszeiten auf Dividenden setzen solltest, was du über Dividendenrenditen und Ausschüttungsquoten wissen musst und was du brauchst, um Dividenden zu bekommen.

Und am Ende schauen wir uns natürlich einige der besten Dividenden-Aktien und die besten Dividenden-ETFs der Welt an und zwar anhand verschiedener Kriterien – Dividendenrendite, Größe, etc.

Also lass uns mal anfangen.

Warum Dividenden in Inflationszeiten?

Ein Investment in dividendenstarke Titel gilt als solide. Dividenden werden insbesondere von profitablen und wirtschaftlich starken Unternehmen ausgeschüttet.

Im Jahr 2022 haben Dividendenfonds den Markt geschlagen, also eine bessere Rendite als der Durchschnitt erzielt. Aktien aus dividendenstarken Branchen wie Energie, Versorger und Gesundheit haben sich im Gesamtmarkt sehr stabil gezeigt. Insbesondere Energie-Fonds und ETFs waren 2022 in den Performance-Listen vorn mit vertreten.

Denn mal abgesehen von der Energiekrise, die im letzten Jahr bei vielen Energieunternehmen zu gestiegenen Preisen und oft genug auch zu gestiegenen Gewinnmargen gesorgt hat, sind die Branchen Energie, Versorger und Gesundheit einfach unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Auch wenn alles teurer wird, können wir auf Strom, Wärme oder Medikamente kaum verzichten. Dagegen haben es beispielsweise Technologieunternehmen in Inflationszeiten schwerer, denn wenn man mehr auf Geld schauen muss, fällt der Verzicht auf das neueste iPhone deutlich leichter.

In Phasen hoher Inflation entwickeln sich dividendenstarke Unternehmen in der Regel besser als der breite Aktienmarkt.

In Deutschland sind insbesondere auch die deutschen Autobauer in den Dividendenlisten ganz vorn vertreten. So sind beispielsweise BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Porsche unter den Top 20 der Deutschen Dividendenaktien vertreten. Und das auch nicht ohne Grund.

Gerade im höherpreisigen Produktsegment bzw. Im Luxusgüterbereich sind Unternehmen allgemein durch höhere Gewinnmargen krisenfester aufgestellt und ihre kaufkräftige Kundschaft ist von der Inflation weniger hart getroffen, als beispielsweise Geringverdiener. Oder anders gesagt: Jemand mit einem hohen Einkommen spart in Inflationszeiten vielleicht einfach etwas weniger. Wenn bei jemanden dagegen eh schon kaum etwas am Ende des Monats übrig bleibt, muss der Konsum entsprechend reduziert werden, wenn die Preise steigen.

Was du über Dividendenrenditen wissen solltest

Dividendenrenditen sind meist weniger anfällig für Zins- und Inflationsentwicklung als die Aktienkurse selber. Die Rendite setzt dabei die aktuelle Ausschüttung pro Aktie ins Verhältnis zu ihrem Tageskurs. Werte über 3-4% gelten als hoch.

Weil bei der Dividenrendite die Ausschüttung durch den Kurs geteilt wird, sorgt ein gesunkener Kurs für steigende Renditen. Wenn du neu kaufst ist das nicht zwingend schlecht, denn du musst ja weniger für die Anteile bezahlen, bekommst aber die gleichhohe Ausschüttung wie vorher. Deine Rendite steigt so tatsächlich.

Wenn du aber bereits einen Titel besitzt, steigt deine Rendite nicht effektiv, denn du hast beim Kauf ja einen höheren Kurs bezahlt. Die Dividendenrendite ist also insbesondere beim Kaufzeitpunkt wirklich aussagekräftig. Und im Zweifel gilt es bei einer Erhöhung genauer hinzuschauen, ob die Ausschüttung erhöht wurde oder einfach der Kurs gesunken ist.

Die Ausschüttungsquote ist der Prozentsatz des Gewinns, der von den Unternehmen an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Quote liegt meist zwischen 40-60%. Deutlich höhere Quoten sind hier eher bedenklich, denn dann bleibt den Unternehmen zu wenig Kapital für Investitionen.

Was brauchst du, um Dividenden zu bekommen?

Um Dividenden gezahlt zu bekommen, musst du Aktien, Fonds oder ETFs besitzen, bei denen die Dividenden ausgezahlt werden. Bei Fonds oder ETFs musst hier auf die Bezeichnung „ausschüttend“ bzw. „distributing“ kurz „Dist“ achten, denn bei thesaurierenden Fonds oder ETFs werden die Dividenden direkt wieder reinvestiert.

Um Aktien, Fonds oder ETFs kaufen zu können brauchst du ein Depot, das dient als Aufbewahrungsort für deine Wertpapiere. Falls du noch kein Depot hast, findest du im Internet mittlerweile viele Depot-Vergleiche, wo die einzelnen Anbieter mit ihren Vor- und Nachteilen gegenübergestellt sind. Ich selber nutze zum Trade Republic*, das ist einfach und ziemlich günstig. Aber mach dir auf jeden Fall ein eigenes Bild, welcher Anbieter zu dir passt.

Gute Dividenden-Aktien

Dividenden-Aristokraten

Wenn du auf der Suche nach guten Dividenden-Aktien bist, dann macht es Sinn, dass du dir auf jeden Fall mal die Dividenden-Aristokraten ansiehst, denn das sind Unternehmen, die 25 Jahre in Folge ihre Dividende gezahlt haben und erhöht haben.

Das sind aktuell etwa 150 Aktien und du findest im Netz dazu verschiedene Listen bzw. Übersichten. Hier mal zwei Beispiele:

Dividenden-Aristokraten:

Wir schauen uns hier mal ganz kurz eine davon an, damit du einfach mal siehst, was da so drinsteckt. Ansonsten würde ich dir da empfehlen, da das eben sehr viele sind, da einfach mal selber ein bisschen zu stöbern.

Hier siehst du die Top 10 anhand der 5 Jahres-Dividendenrendite von der Seite aktien.guide:

Die sind jetzt aktuell geordnet nach der Dividendenrendite der letzten fünf Jahre. Also ein Durchschnittswert. Und hier siehst du auch schon, der beste Zahler in der Liste hat eben eine Dividendenrendite von etwas über 7 %, der nächste hat 6,XX % und dann geht’s schon los mit 5,XX %, 4,XX %. Das heißt, das sind wirklich schon hohe Werte, wenn es um Dividendenzahlungen geht. Hier in der Liste siehst du vor der Dividenden-Sektion auch noch die Wachstumssektion, also eben die Kursentwicklung bzw. die Rendite.

Das heißt, du kannst hier auch noch mal schön vergleichen: Hat jemand, der vielleicht hohe Dividenden gezahlt hat, auch ein ähnlich hohes Wachstum gesehen oder sah das eben vielleicht eher nicht so gut aus?

Deutsche Top 100

Neben den Dividenden-Aristokraten kannst du natürlich auch nach den deutschen Top-Zahlern Ausschau halten. So gibt es beispielsweise eine Liste der den Top 100 deutschen Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen auf der Seite Finanzen100.de. Hier siehst du einmal die Top 15 davon:

Top 15 der deutschen Dividenden-Aktien. Quelle: finanzen100.de

Hier geht es um die erwartete Rendite von 2023, die sind jetzt auch aktuell nach der Dividendenrendite sortiert. Auch schön ist bei dieser Liste, dass die Branche mit dabei ist und auch die Ausschüttungsquote.

Allerdings bei Einzelaktien und solchen Listen musst du ein kleines bisschen genauer hinschauen, denn wir haben ja vorhin gelernt: Die Dividendenrendite bezieht sich auf den aktuellen Kurs. Wenn der Aktienkurs sinkt, steigt automatisch die Dividendenrendite.

Ein Beispiel: Die Vonovia-Aktie ist auf Platz 11 der Top 100. Denn hier gab es eine verdoppelte Dividendenrendite, zumindest im Vergleich mit der historischen Bewertung. Woher kommt das? Alleine im Börsenjahr 2022 hat sich der Aktienkurs mehr als halbiert. Eine günstigere Bewertung führt damit inzwischen zu über 6 % Ausschüttungsrendite. Denn wir erinnern uns, die Rendite wird durch die Ausschüttung in Euro geteilt durch den aktuellen Aktienkurs berechnet.

Wenn du auf Dividendenaktien setzt, solltest du also neben der reinen Rendite auch auf die Substanz des Unternehmens schauen und auch die Kursentwicklung im Blick haben. Denn wir wollen ja nicht, dass du zwar ein paar Euro Dividende ausgezahlt bekommen hast, dein investiertes Geld sich aber halbiert hat.

Eine gute Alternative oder Ergänzung zu Einzelaktien stellen deshalb Dividenden-ETFs dar.

Die besten Dividenden-ETFs

Ein ETF ist eine Art Aktienfonds, der einen Index nachbildet, wie beispielsweise den DAX. Ihr Vorteil ist, dass sie dein Geld auf viele Aktien verteilen und damit dein Risiko reduzieren und gleichzeitig günstig sind, weil sie in der Regel nicht aktiv von einem Fondsmanager verwaltet werden. Wenn du nun mit ETFs in globale Dividendentitel investieren möchtest, stehen dir mehrere Indizes zur Verfügung.

Wir schauen uns gleich einige der besten Dividenden-ETFs an. Aber vorher stellt sich noch die Frage: Wann ist ein Dividenden-ETF denn gut? Oder gehört zu den besten?

Relativ nah liegt die Bewertung anhand der Höhe der Ausschüttung bzw. der Auschüttungsrendite. Schließlich geht es uns ja um die Dividenden. Wir schauen uns also auf jeden Fall die bestzahlenden ETFs an. Ein anderes Kriterium kann aber auch ihre Rendite, also die Kursentwicklung sein. Wir schauen uns also auch hier die 3 besten ETFs an. Und ein weiteres wichtiges Kriterium kann auch die Größe sein. Warum das genau relevant ist, erkläre ich dir gleich. Jedenfalls schauen wir uns auch die 3 größten Dividenden-ETFs an.

Du siehst also, es gibt verschiedene Kriterien. Es gibt nicht den einen Top-ETF. Es kommt darauf an, was dir wichtig ist. Eine valide Strategie ist ansonsten aber auch, zu schauen, welcher ETF in mehreren der Top-Listen vorkommt.

Alle ETFs sind breit gestreut und haben den Fokus Welt, investieren also in der Regel in Aktien auf der ganzen Welt, meist sind hier vor allem Industrieländer vertreten.

TIPP: Vermögensaufbau mit ETFs – der Onlinekurs

Die besten Dividenden-Indizes nach Rendite

Die besten ETF anhand ihrer Gesamtrendite im Jahr 2022:

VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF
ISIN NL0011683594, WKN A2JAHJ
Aktuelle Ausschüttungsrendite 3,91%
15,77% Rendite in 2022, 0,38% TER

SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ESG UCITS ETF (Dist)
ISIN IE00BYTH5S21, WKN A3CNJH
Aktuelle Ausschüttungsrendite 3,78%
3,86% Rendite in 2022, 0,45% TER

Lyxor SG Global Quality Income NTR UCITS ETF – Dist
ISIN LU0832436512, WKN LYX0PP
Aktuelle Ausschüttungsrendite 4,97%
1,87% Rendite in 2022,0,45% TER

Die größten Dividenden-Indizes

Die ETFs mit dem höchsten Fondsvolumen:

Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF (Dist)
ISIN IE00B8GKDB10, WKN A1T8FV
Aktuelle Ausschüttungsrendite 3,75%
EUR 2.957 Mio. Fondsgröße,
,08 % Rendite in 2022, 0,29% TER,

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)
ISIN DE000A0F5UH1, WKN A0F5UH
Aktuelle Ausschüttungsrendite 4,80%
EUR 2.012 Mio. Fondsgröße,
2,28% Rendite in 2022, 0,46% TER,

SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF
ISIN IE00B9CQXS71, WKN A1T8GD
Aktuelle Ausschüttungsrendite 4,41%
1.121 Mio. Fondsgröße,
-1,2% Rendite in 2022, 0,45% TER

Die Größe von ETFs ist relevant, weil Expertinnen und Experten davon ausgehen, dass erst ab einem Fondsvolumen von mindestens 50 Mio. Euro ein ETF wirtschaftlich betrieben werden kann. Bei einem Fondsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro gilt die Wirtschaftlichkeit so gut wie gesichert.

ETF mit großem Volumen sind nicht selten auch schon länger am Markt. Je älter ein ETF ist, desto besser ist er am Markt etabliert. Das führt in der Regel automatisch zu einem hohen Fondsvolumen und Liquidität. Zudem stehen bei älteren ETFs mehr Daten zur Verfügung, mit denen Anlegerinnen und Anleger die bisherige Performance des ETFs mit anderen Fonds dieser Art vergleichen können. Ein ETF sollte daher mindestens ein Jahr alt sein, damit zu sehen ist, wie gut der Fonds den zugrundeliegenden Index in dieser Zeit abgebildet hat.

Die bestzahlenden Dividenden-Indizes

Die besten ETFs nach Ausschüttungsrendite:

Xtrackers STOXX Global Select Dividend 100 Swap UCITS ETF 1D
ISIN LU0292096186, WKN DBX1DG
Aktuelle Ausschüttungsrendite 8,94%
-1,31% Rendite in 2022,0,50% TER

Lyxor SG Global Quality Income NTR UCITS ETF – Dist
ISIN LU0832436512, WKN LYX0PP
Aktuelle Ausschüttungsrendite 4,97%
1,87% Rendite in 2022,0,45% TER

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)
ISIN DE000A0F5UH1, WKN A0F5UH
Aktuelle Ausschüttungsrendite 4,80%
EUR 2.012 Mio. Fondsgröße, -2,28% in 2022, 0,46% TER,

Von den vorgestellten Top Dividenden-ETFs habe ich selber übrigens auch zwei. Wenn du wissen möchtest welche das sind, dann solltest du dir mein Depot-Update ansehen, indem ich dir mein gesamtes Portfolio zeige und wie es performt hat. Schau da also mal rein!

Deine

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