Wenn alles gut läuft, spielt es kaum eine Rolle, wie groß dein Notgroschen ist. Ob da nun 1.000€, 10.000€ oder mehr als Reserve auf deinem Konto liegen – das wirkt sich kaum auf deinen Alltag aus.

Aber wenn es hart auf hart kommt, dann rettet er dir den Ar***. Oder in meinem Fall: das Leben meines Katers…

Mein kleiner Fellball brauchte nach einer Krankheit mehrere OPs und verschiedenste Behandlungen, wurde zwei Wochen in der Tierklinik betreut und kriegt bis heute Spezialfutter. Du kannst dir vielleicht denken, dass das alles nicht billig war.

Ich kann mich noch an den Blick der Tierärztin erinnern, als sie mir den vierstelligen Preis für die erste OP nannte. Sie verzog eine Miene, als ob sie damit rechnete, dass ich einen Schock bekomme und ihr unter Tränen sage, dass ich mir das nicht leisten kann.

Auch bei der darauffolgenden OP und dem anschließenden Klinik-Aufenthalt machte sie wieder ein ähnliches Gesicht, als sie mir die Kosten nannte.

Ich weiß noch, dass ich leicht verwirrt war, warum sie so ängstlich schaut. Bis mir bewusst wurde, dass es nicht selbstverständlich ist, mehrere Tausend Euro für Tierarzt-Kosten mal eben so bezahlen zu können.

In dem Moment stellte ich mir vor, wie schrecklich es gewesen wäre, wenn ich meinen Kater hätte sterben lassen müssen, nur weil ich mir die Behandlung nicht leisten konnte. Das war wirklich eine grausige Vorstellung. (Vor allem weil die Krankheit gut behandelbar war und keine dauerhaften Schäden bedeutete.)

Und plötzlich war ich unglaublich dankbar, dass ich genügend Geld hatte, um für alles aufzukommen. Und das ohne danach pleite zu sein. Oder einen Kredit dafür aufnehmen zu müssen.

Randnotiz: Mir ist bewusst, dass einige Menschen gar nicht bereit gewesen wären, soviel Geld für ein Haustier auszugeben. Hier geht es auch gar nicht darum, ob man das tun sollte oder nicht. Mir ist es nur wichtig, die (finanzielle) Freiheit zu haben, so etwas zu tun, wenn ich es will. Denn solche Entscheidungen soll nicht mein Kontostand für mich treffen.

Wenn’s kommt, kommt’s dicke

Tatsächlich kam die Krankheit finanziell zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Kurz zuvor waren wir einige Tage im Disneyland, was zwar super schön, aber auch super teuer war. Und für das gleiche Jahr hatten wir auch noch einen dreiwöchigen Traumurlaub in Asien gebucht…

Kurzum: Es kam alles zusammen und war ein teures Jahr.

Hätte ich nicht genug Geld auf Reserve gehabt, hätte ich den Urlaub absagen müssen (nicht gerade toll…), einen Kredit aufnehmen oder im schlimmsten Fall meinen Kater einschläfern müssen (der Horror!).

Aber ich musste zum Glück nichts davon. Weil ich genug Rücklagen hatte. Puuh…

Meinem Kater geht es übrigens wieder blendend. Und er zeigt sich dankbar für mein „Invest“ – meistens zumindest 😉

Wie schnell sich die Dinge ändern können

Nur wenige Jahre zuvor sah meine Situation noch ganz anders aus.

So war ich beispielsweise auf Ratenzahlungen angewiesen, als mein Smartphone den Geist aufgegeben hat. Weil ich nicht genug „in der Portokasse“ hatte, um mir mal eben für ein paar hundert Euro ein Neues zu kaufen.

Zwischen den Ratenzahlungen und der „Million-Dollar-Cat“ liegen etwa 3 Jahre, in denen ich mich intensiv mit dem Thema Geld und Finanzen auseinandergesetzt habe. (Und nicht etwa eine Erbschaft oder so…)

… und deshalb schreibe ich über Finanzen

Die Krankheit meines Katers hat mir nicht nur gezeigt, wie viel besser meine Situation heute ist, sondern auch, dass das nicht selbstverständlich ist.

Das war einer der Gründe, warum ich mit anderen teilen wollte, was ich in den 3 Jahren gelernt hatte.

Oder anders gesagt: The Rich Girl Club gibt es, weil ich nicht möchte, dass dein Kontostand die Entscheidungen für dich trifft. Ich will nicht, dass du dir die Tierarztkosten oder einen gebuchten Urlaub nicht mehr leisten kannst, nur weil Dinge passiert sind. Ungeplante Dinge.

Denn wir beide wissen: Shit happens. So ist das Leben nun mal. Wichtig ist nur, dass du dich davon nicht aus der Bahn werfen lässt.

Übrigens: Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen 3 Jahren findest du in meinem Buch „How to be rich: Geheimnisse der Millionäre“ zusammengefasst 🙂

Bau dir deinen eigenen Notgroschen auf

Wenn du also noch keinen Notgroschen hast, dann fang an, ihn dir aufzubauen.

Richte dir dafür am besten einen Dauerauftrag ein und überweise direkt nach Gehaltseingang eine feste Summe auf ein Sparkonto. So, dass du das Geld gar nicht erst in die Hände bekommst.

Mein Tipp: Setze dir für den Anfang 1.000€ als Ziel und stocke ihn dann auf die Summe von 3 Nettogehältern auf.

Wenn du also zum Beispiel 1.500€ netto verdienst, dann solltest du Rücklagen von 4.500€ haben. Je nach Sicherheitsbedürfnis kannst du aber auch auf 6 oder 9 Gehälter aufstocken.

Wichtig: Ich rede hier nicht von „normalem Erspartem“, dass du für einen Urlaub, ein Auto oder ähnliches einplanst. Oder von irgendwelchen Investitionen.

Dein Notgroschen ist unabhängig davon. Er ist dein Sicherheitsnetz und sollte wirklich nur angetastet werden, wenn es nicht anders geht.

Fazit

Ich weiß, dass es wenig belohnend ist, sich einen Notgroschen aufzubauen. Weil man eben nichts davon hat, wenn nicht gerade die Kacke am Dampfen ist. Trotzdem solltest du deinem Zukunfts-Ich den Gefallen tun und vorsorgen. Selbst wenn du erstmal nur eine kleine Summe jeden Monat nutzt, um deine Reserve aufzubauen.

Es wird dir übrigens leichter fallen, wenn du Geld nutzt, was noch nicht eingeplant ist. Also zum Beispiel Zusatzeinkommen wie Weihnachtsgeld (bzw. andere Sonderzahlungen), Steuerrückzahlungen oder passives Einkommen. Da tut es weniger weh, wenn du das Geld nicht ausgeben kannst 😉

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Aufbau deiner Reserve und hoffe, dass du nie eine Situation kommst, in der du sie brauchst!

Deine

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