Titelbild_Digitale Produkte verkaufen_Passives Einkommen ohne Startkapital

Ich habe schon in ein paar Artikeln & Videos erzählt, wie ich passives Einkommen verdiene. Und digitale Produkte machen einen ordentlichen Anteil davon aus.

Passives Einkommen 2022

In diesem Artikel schauen wir uns deshalb mal an, wie du mit digitalen Produkten Geld verdienen kannst und was darüber entscheidet, ob du damit Erfolg haben wirst oder nicht.

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Digitale Produkte verkaufen: Ideen und Strategien

Tatsächlich gehören digitale Produkte auch zu meinen Lieblingsmöglichkeiten für passives Einkommen. Denn wenn man es richtig angeht, haben sie echt ein ordentliches Einnahmekapital. Und auf der anderen Seite brauchst du auch kaum Startkapital. Klingt erstmal nicht schlecht? Lass uns mal schauen, was dahinter steckt.

Damit du ein Gefühl dafür bekommst, wovon ich hier rede und welche Möglichkeiten es für digitale Produkte überhaupt gibt, schauen wir uns jetzt mal 10 Ideen an.

10 Ideen für Digitale Produkte

Wir hätten da

  1. E-Books
  2. Onlinekurse
  3. Vorlagen, Printables und Templates, z.B. für Social Media Grafiken
  4. Workbooks
  5. Planer
  6. Membership-Angebote
  7. Software und Apps
  8. Stockfotografie
  9. Stockmedien (Videos oder ganze Designs, z.B. für Hochzeitskarten)
  10. Grafiken und Icons als Stockmedien

Übrigens: In einem anderen Artikel zeige ich dir 30 Ideen allgemein für passives Einkommen.

Es gibt also die unterschiedlichsten Möglichkeiten für digitale Produkte. Sie alle können wir aber im Grunde in zwei Kategorien einteilen.

  1. Der Ersteller ist irrelevant.
  2. Der Ersteller ist relevant.

Ich erkläre dir gleich, was ich damit meine. Es gibt aber einen Grund warum ich dir das überhaupt erzähle. Denn diese Einordnung wirkt sich fundamental auf die Vermarktungsstrategie aus, die für dein Produkt Sinn macht. Behalte das also erstmal im Hinterkopf, ich erkläre dir später, was wofür Sinn macht.

Und jetzt nochmal zur Einordnung.

Bei manchen dieser Produkte, wie Stockmedien, Software oder Planern, entsteht der Wert aus dem Produkt selbst heraus. Ein beeindruckendes Stock-Foto, das man beispielsweise für eine Webseite nutzen kann, hat einen klar erkennbaren Wert, unabhängig davon, wer es geschossen hat.

StockFotos_Digitale Produkte verkaufen
Stock-Fotos auf AdobeStock

Bei anderen Produkten kann der Erstellers aber eine viel wichtigere Rolle spielen, oder besser gesagt: sein Wissen bzw. der Expertenstatus. Beispielsweise bei E-Books, Onlinekursen und Membership-Angeboten. Denn hier wird Wissen in verschiedenen Formen verkauft, wenn ich als Kunde also nicht das Gefühl habe, der Ersteller verfügt über das Wissen, das ich brauche, werde ich das Produkt nicht kaufen.

Um eine gute Idee für dein eigenes Produkt zu finden, können dir deshalb die folgenden Fragen helfen:

  1. Worin bist du gut? Oder in welchem Bereich hast du Lust, richtig gut zu werden?
  2. Was begeistert dich?
  3. Wie kannst du für andere einen Mehrwert erzeugen?

Und jetzt lass uns mal anschauen, welche Vorteile digitale Produkte so haben.

Vorteile von Digitalen Produkten

  1. Unendliche Verkaufszahlen: Physische Produkte können nur so oft verkauft werden, wie sie vorhanden sind. Bei digitalen Produkten ist das nicht der Fall. Es handelt sich hier ja nur um digitale Kopien einer Datei. Sie können damit zumindest theoretisch unendlich oft verkauft werden.
  2. Unendliche Reichweite: Wenn du beispielsweise einen Buchladen in einer Einkaufsstraße hast, erreichst du nur eine begrenzte Anzahl von Kunden. Nämlich nur Menschen in deinem Einkaufsgebiet. Ist der Laden beispielsweise in Hamburg, wirst du kaum Stammkunden aus München haben. Die geografische Lage bestimmt und begrenzt also deine Reichweite. Bei digitalen Produkten kann theoretisch jeder Mensch mit einem Internetzugang dein Kunde werden. Einschränkungen gibt es hier höchstens durch die Sprache deines Produktes.
  3. Kaum Startkapital nötig: Digitale Produkte haben kaum Produktionskosten. Wenn du hier professionelle Software einsetzt, kann es etwas teurer werden, aber du kannst ein E-Book im Grunde auch nur aus einem Word-Dokument machen, das du in ein PDF umwandelst. Und generell gibt es viele kostenlose Software-Angebote, die du für die Erstellung deiner Produkte nutzen kannst, sei es nun fürs Design oder für den Videoschnitt deines Onlinekurses. Auch die Plattformen brauchen meist kein Startkapital, sie verdienen ihr Geld meist in Form von Provisionen, die du beim erfolgreichen verkauf abdrücken musst.
  4. Unabhängigikeit: Du bist unabhängig von Arbeitsort und -zeit. Digitale Produkte kannst du von jedem Ort und zu jeder Zeit gestalten und verkaufen. Hast du dein Verkaufssystem einmal aufgesetzt, musst du selten aktiv tätig werden, schließlich laufen die Verkäufe rein digital ab. Das heißt, du kannst so beispielsweise auch im Urlaub gutes Geld verdienen.

Wie verkaufst du deine Produkte?

Es gibt verschiedene Anbieter bzw. Plattformen über die du deine Produkte verkaufen kannst. Welche davon für dich in Frage kommen, hängt davon ab, welche Art digitales Produkt du verkaufen möchtest und wie deine Verkaufsstrategie aussieht.

Hier mal ein paar der wichtigsten Plattformen:

  • Digistore24 – insbesondere für E-Books
  • Amazon – insbesondere für E-Books
  • Etsy – für Grafiken, Printables und Planer
  • Udemy – für Onlinekurse
  • Elopage – für Onlinekurse
  • Adobe Stock – für Stock Medien (Fotos, Videos, Grafiken, Icons)
  • Woocommerce – eigener Onlineshop für so ziemlich jedes Produkt
  • Shopify – eigener Onlineshop für so ziemlich jedes Produkt

Wie erreichst du potenzielle Kunden?

Es gibt zwei Dinge, die über deinen Erfolg mit digitalen Produkten entscheiden.

Als erstes brauchst du natürlich ein gutes Produkt und musst Leute auch von dem Wert überzeugen können.

Potenzielle Kunden können das Produkt nicht in die Hand nehmen oder sich vorab von der Qualität überzeugen. Du musst ihnen also irgendwie zeigen können, dass dein Produkt einen gewissen Wert hat und ihnen weiterhilft. Also beispielsweise mit Screenshots und Testimonials.

Aber mal abgesehen von einem guten Produkt ist eine Sache noch wichtiger, wenn du einen ordentlichen Umsatz machen wills: Und das ist deine Reichweite.

Du musst dein Produkt vor die Augen von möglichst vielen Leuten bekommen. Am besten auch noch Leute, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit an deinem Produkt interessiert sind bzw. ein Problem haben, das dein Produkt lösen kann. Wenn du nicht genug Menschen erreichst, wird du nur ein paar Euro Umsatz machen können. Wie schaffst du das also?

Im Grunde hast du hier zwei Möglichkeiten.

  1. Du nutzt deine eigene Reichweite. Bzw. baust sie dir auf.
  2. Du nutzt fremde Reichweite.

Schauen wir uns die beiden Möglichkeiten mal im Detail an.

1. Du nutzt deine eigene Reichweite.

Wenn du beispielsweise eine eigene Webseite oder einen Blog mit vielen Aufrufen, einen YouTube-Kanal oder andere Social Media Kanäle mit vielen Followern oder eine große E-Mail-Liste hast, dann kannst du diese Reichweite nutzen, um dein digitales Produkt zu promoten. Hier bietet es sich an, dein Produkt an möglichst vielen Stellen zu erwähnen, statt nur einmal eine Werbekamapgne zu nutzen.

Du kannst hier auch einen sogenannten Sales Funnel nutzen, wie man im Marketing sagen würde, bei dem du potenzielle Kunden im Grunde über einen vordefinierten Weg leitest und ihnen so dein Produkt Stück für Stück näher bringst.

Sales Funnel_Digitale Produkte verkaufen
Beispiel für einen Sales Funnel

Dieser Funnel läuft im Grunde dauerhaft und wenn du ihn gut aufgesetzt hast, kann er dein bester Vertriebsmitarbeiter werden.

Sich eine eigene Reichweite aufzubauen ist aber ziemlich mühselig und kann echt eine Weile dauern. Wenn du also bei Null anfängst, würde ich dir eher die zweite Möglichkeit empfehlen.

Aber kommen wir nochmal zur Ersteller-Einordnung von vorhin. Wenn du dich für ein Produkt entscheidest, wo der Ersteller relevant ist, würde ich dir eher empfehlen, zumindest teilweise auf eigene Reichweite zu setzen. Die Maßnahmen dafür, helfen dir nicht nur dein Produkt zu bewerben, sondern dir vor allem in deinem Themen Bereich einen Namen zu machen bzw. einen Expertenstatus aufzubauen.

Wenn beim Produkt der Ersteller nicht relevant ist, solltest du eher die zweite Möglichkeit nutzen, die ich dir vorstelle.

2. Du nutzt fremde Reichweite.

So kann es sich lohnen, wenn du eine Verkaufsplattform nutzt, die eine eigene Reichweite mitbringt. Woocommerce, Digistore oder Elopage haben zum Beispiel keine eigene Reichweite. Das heißt, du musst sie in deine eigene Webseite einbinden oder zumindest selber promoten. Etsy, Udemy, Adobe Stock und Amazon haben dagegen eine große Reichweite. Sie sind große Shops, auf denen sich jeden Tage viele potenzielle Käufer tummeln und nach passenden Produkten suchen. Und genau davon kannst du profitieren.

Der Nachteil ist hier aber, dass du nach den Regeln der Plattform spielen und meist auch eine höhere Provision abdrücken musst, als es bei den anderen der Fall ist. Die Preis- und Provisionsmodelle unterscheiden sich von Plattform zu Plattform. Schauen wir uns beispielsweise mal Udemy an. Wird dort dein Onlinekurs verkauft, wird unterschieden, ob der Kunde über dich bzw. deinen Link z.B. auf deiner Webseite kam oder von Udemy selbst. Kam er über dich, bekommst du 97% des Umsatzes, kam er über Udemy, kriegst du nur 37% ab.

Neben den Verkaufsplattformen kannst du auch fremde Reichweite nutzen, indem du auf Anzeigen, beispielsweise auf Instagram oder Pinterest setzt. Hier musst aber entsprechend Kapital einsetzen. Wenn du dir also ein passives Einkommen ohne Startkapital aufbauen willst, kommt das eher nicht in Frage.

Du kannst auch die Reichweite anderer Leute nutzen, indem du beispielsweise Kooperationspartner oder Affiliates gewinnst. Hier musst du relativ viel Aufwand in den Aufbau von Beziehungen stecken und möglichst Menschen finden, die ein ähnliches Thema bedienen wie du, damit die Profile eurer Zielgruppen auch zusammen passen.

Fazit: Digitale Produkte verkaufen

Ich sage es nochmal, nur um sicherzugehen: Deine Reichweite ist mit der wichtigste Faktor, der über deinen Erfolg entscheiden wird. Das musste ich selber auf die harte Tour lernen. Wenn du also überlegst, selbst digitale Produkte zu verkaufen, solltest du dem Thema Reichweite auch reichlich Überlegung widmen.

Ach ja und denk daran, dir auch den Artikel mit den 30 Ideen für passives Einkommen anzusehen!

Liebe Grüße

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