Titelbild ETF Investieren für Anfänger Vermögensaufbau

ETF für Anfänger: Inhalt

  1. Was ist ein ETF?
  2. ETF-Sparpläne: Einfaches Investieren für Beginner
  3. ETFs sind vielseitig
  4. So findest du den richtigen ETF
  5. ETFs als Altersvorsorge
  6. In nachhaltige ETFs investieren
  7. Alle Vorteile auf einen Blick
  8. Wann sind ETFs nichts für dich?
  9. Dein Start ins ETF-Portfolio

ETFs sind mittlerweile sehr bekannt geworden und ziemlich beliebt, besonders auch bei Börsen-EinsteigerInnen. Wenn man sich mit Finanzen und Investitionen beschäftigt, stolpert man ständig darüber. Und das nicht ohne Grund.

Denn in Zeiten von Niedrig- und Negativzinsen kommt man um den Finanzmarkt nicht drumherum, wenn man sein Geld vermehren will.

Und die langfristigen Statistiken von ETFs sprechen für sich:

  1. So konnte der ETF auf den Weltaktienindex, den MSCI World, seit 1970 eine durchschnittliche Rendite von 7,1% erzielen.
  2. Und laut Deutschem Aktieninstitut liegt die durchschnittliche Rendite bei DAX-ETFs bei 8,8% im Jahr bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren.

Aber was versteckt sich denn genau hinter dem Begriff ETF?

Was ist ein ETF?

ETFs sind ein beliebte und sehr günstige Möglichkeit, um an der Börse zu investieren. Sie sind sehr transparent und bilden viele Länder, Branchen und Regionen ab.

Was ist ein ETF Mindmap_ETF für Anfänger erklärt

ETF steht für Exchange Traded Funds. Zu Deutsch: ein an der Börse gehandelter Aktienfonds. Dahinter verstecken sich breitgestreute Fonds, die einen bestimmten Index nachbilden. 

Sicher hast du schon einmal vom DAX gehört, dem deutschen Aktienindex. Mit einem DAX ETF investierst du also in die 30 Unternehmen, die im DAX aufgenommen sind.

Ein anderes Beispiel ist der Weltaktienindex, der MSCI World. Wenn du also beispielsweise einen ETF auf den MSCI World kaufst, kaufst du mit nur einem Produkt gleich eine ganze Menge Aktien. Um genauer zu sein investierst du in etwa 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern.

Wie groß der Anteil der einzelnen Unternehmen im ETF ist, hängt von ihrem Wert – ihrer Marktkapitalisierung – ab. Die berechnet sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Börsenkurs der Aktie.

Das heißt, große Unternehmen haben auch größere Anteile. Wenn ein Unternehmen dagegen insolvent geht, fliegt es aus dem Index und ein anderes Unternehmen rückt nach.

Top-Potionen_ETF für Anfänger
Top-Positionen eines DAX-ETF. Über justETF.

Diese Top-Positionen, also die Unternehmen, die die größten Positionen im Fonds ausmachen, findest du immer im Factsheet eines ETFs.

ETF Factshett über justETF_ETF für Anfänger
Das Factsheet zum jeweiligen ETF findest du bei justETF unter dem Reiter Übersicht.

Mit so einem ETF investierst du also immer in die „stärksten“ Unternehmen auf der ganzen Welt. (Wobei sich „stark“ wie gesagt auf die Marktkapitalisierung bezieht.)

ETFs sind damit super praktisch für deine Risikostreuung. Denn mit einem ETF kannst du dein Geld ganz leicht aufteilen und investierst mit einem Produkt in hunderte oder tausende Unternehmen. Fährt eine Aktie Verluste, können die anderen das auffangen. Das reduziert dein Risiko. Und macht einen Totalverlust praktisch unmöglich.

ETFs sind außerdem passive Fonds, sie werden sie nicht aktiv von einem Fondsmanager verwaltet und sind deshalb auch sehr günstig. Denn passiv heißt hier, dass die Gewichtung der Unternehmen im Index automatisiert übernommen wird. Bei aktiven Fonds macht das sonst der Fondsmanager – er bestimmt, welche Aktien zu welchem Anteil im Fonds landen. Und solche Fondsmanager wollen natürlich auch bezahlt werden, entsprechend sind die Verwaltungsgebühren bei aktiven Fonds höher.

ETFs sind als passive Fonds aber nicht nur günstiger, sondern auch transparenter. Schließlich ist über den Index offen einsehbar, welche Gewichtung welches Unternehmen hat.

Übrigens: Wenn du Schritt-für-Schritt lernen willst, wie du erfolgreich in ETFs investierst und dabei dein Risiko so gering wie möglich hältst, dann empfehle ich dir meinen ausführlichen Onlinekurs „Vermögensaufbau mit ETFs“.

ETF-Sparpläne: Einfaches Investieren für Anfänger

Besonders praktisch sind ETF-Sparpläne: Hier kaufst nicht einmalig Anteile des ETFs, sondern regelmäßig (monatlich, quartalsweise, etc.) für eine feste Summe (z.B. 50€).

Damit kannst du zum Beispiel jeden Monat oder einmal im Quartal eine fixe Summe investieren und brauchst so praktisch kein Startkapital. Die Mindesthöhe und die Gebühren unterscheiden sich zwar von Anbieter zu Anbieter, mitunter gibt es aber komplett kostenlose Sparpläne schon ab 10€, z.B. bei Trade Republic*.

Ein Sparplan sorgt zusätzlich für einen Durchschnittskosteneffekt: Mal kaufst du zu niedrigen Kursen, mal zu höheren. Über die Zeit bildet sich so ein Durchschnittskaufpreis. Damit brauchst du dir keine Gedanken um den Zeitpunkt deines Einstiegs machen.

Selbst in Krisen schläfst du mit einem Sparplan ruhig: Denn du bekommst bei gesunkenen Kursen mehr Anteile für deine monatliche Summe. Und über die Zeit gleichen sich Krisen aus. Wenn die Kurse dann wieder steigen, hast du so bereits mehr Anteile, die für dich arbeiten, und weil der Durchschnittspreis in der Krise gesunken ist, bist du auch schneller wieder im Plus.

Mit einem Sparplan ivestierst du regelmäßig feste Summen_ETF Investieren für Anfänger

ETFs sind vielseitig

ETFs gibt es aber nicht nur auf den Weltaktienindex oder den DAX, sondern auf die verschiedensten Indizes, wie den S&P 500 oder den NASDAQ.

Es gibt auch ETFs mit einem Dividendenfokus. Sprich: Hier sind die Unternehmen gebündelt, die seit langer Zeit hohe Gewinnbeteiligungen an ihre Anteilseigner ausschütten. Du kannst also mit ETFs sogar für ein passives Einkommen sorgen.

Darüber hinaus gibt es aber auch ETFs auf andere Anlageklassen, wie beispielsweise Anleihen, Immobilien oder Edelmetalle. Du kannst also ein sehr breitgestreutes Portfolio mit wenigen ETFs aufbauen.

So findest du den richtigen ETF

Hier sind 4 Kriterien, auf die du bei der Auswahl eines ETFs achten solltest:

  1. Die Replikationsmethode. Grundsätzlich kann ein ETF-Anbieter Aktien des Originalindex nachkaufen (physische Nachbildung), er kann sie sich aber auch über ein Geschäft mit einer Bank sichern (synthetische Nachbildung). Das Risiko wird aber für beide Bauarten gleichermaßen gering eingeschätzt.
  2. Das Fondsvolumen. Dieses sollte über 100 Millionen Euro liegen, damit du nicht Gefahr läufst, dass der Fonds wegen geringer Rentabilität eingestampft wird. Außerdem bedeutet ein hohes Fondsvolumen auch ein hohes Handelsvolumen an den Börsen, was sich wiederum positiv auf den Spread auswirkt, also die Differenz zwischen Angebots- und Nachfragepreis.
  3. Die Ertragsverwendung. Wenn Unternehmen, die im ETF sind, Dividenden zahlen, dann gibt es 2 Möglichkeiten, wie damit umgegangen wird. Entweder werden die ausgezahlt (bei ausschüttenden ETFs) oder direkt wieder angelegt (bei thesaurierenden ETFs).
  4. Das Alter des ETFs. Ein ETF sollte bereits fünf Jahre am Markt sein, sonst kann die Güte der Wertentwicklung gegenüber dem Vergleichsindex nur schlecht bewertet, werden.

Es gibt auch noch weitere Kriterien, die zwar nicht kriegsentscheidend sind, aber vielleicht das Zünglein an der Waage sein können, wenn du mehrere ähnliche ETFs zur Auswahl hast:

  1. Die Volatilität. Sprich: Die Schwankungsbreite. Wie groß sind die Kurschwankungen des ETFs? Allein wenn du dir Diagramme der Wertentwicklung über die letzten 5 Jahre anschaust, bekommst du schon ein Gefühl, wie hoch die Volatilität eines ETFs ist. Bei den großen Vergleichsplattformen wie wie justETF oder extraETF wird sie aber auch direkt ausgeschrieben.
  2. Die Kosten (TER). Die Total Expense Ratio bezeichnet die Kostenquote bei ETFs. Sie ist hier in der Regel eh verschwindend gering, insbesondere im Vergleich zu aktiven Fonds, aber leichte Unterschiede gibt es dennoch.
  3. Die Internetseite des ETF-Anbieters sollte auf Deutsch verfügbar sein, damit du alle Informationen zum Fonds nachlesen und problemlos verstehen kannst.

Um nun den richtigen ETF zu finden, nutze am besten die ETF-Suche von JustETF oder extraETF. Dort kannst du links verschiedene Filterkriterien einstellen oder über die Suchleiste direkt nach bestimmten Begriffen, z.B. „MSCI“ suchen.

In der Übersicht sieht du dann gleich Kriterien wie Fondsvolumen und TER. Bei justETF kannst du unter „Spalten wählen“ alle Infos anhaken, die dich interessieren.

justETF Spalten_Investieren in ETF für Anfänger
Wähle die Spalten, die dich interessieren. Über justETF.

Bei beiden Plattformen kannst du dann alle Detailinfos zu einem ETF anzeigen lassen oder mehrere ETFs auswählen, um diese direkt gegenüberzustellen.

Wenn du dich dann für einen ETF entschieden hast, brauchst du die WKN oder ISIN. Die gibst du dann bei deinem Depotanbieter ein, um den ETF zu finden und kaufen zu können. Dann bleibt nur noch die Frage Einmalanlage oder Sparplan?

ETFs sind auch eine gute Altersvorsorge

ETF-Sparpläne eignen sich durch ihre große Streuung und geringen Kosten hervorragend für langfristige Investments – beispielsweise als Altersvorsorge. So kannst du transparent und flexibel Vermögen fürs Alter aufbauen.

Wichtig ist hierbei, dass du auf thesaurierende ETFs setzt, damit der Zinseszinseffekt wirken kann. Gerade bei langen Zeiträumen macht das richtig viel aus.

Und da ETFs über lange Zeit eine recht ordentliche Rendite ermöglichen, kommt hier auch eine stattliche Summe zusammen. Wenn du zum Beispiel 30 Jahre lang 150€ mit 7% Rendite fürs Alter weglegst, hättest du in Summe ganze 170.000€, bei nur 54.000€ reinen Einzahlungen.

Vermögensaufbau und Investieren mit ETF_Frau freut sich

Später hast du dann verschiedene Möglichkeiten, was du mit dem angesparten Geld machen kannst:

  1. Du kannst dir die angesparte Summe mit einmal auszahlen lassen. (Nicht empfehlenswert, da hier einmalig hohe Kapitalertragssteuern fällig werden und du auf zukünftige Renditen verzichtest.)
  2. Du kannst das Geld Stück für Stück entnehmen. (So kann das verbleibende Geld noch weiter für dich arbeiten. Hier gibt es im Netz Entnahmerechner, mit denen du planen kannst, wie viel du monatlich entnehmen kannst und wie lange dein Geld reicht.)
  3. Du kannst das Geld in auszahlende Dividenden-ETFs umschichten, um ein passives Einkommen als Zusatzrente zu generieren. (Die Summe bleibt weiterhin investiert und arbeitet für dich. Du könntest so theoretisch unendlich lange von den Dividenden leben.)

In nachhaltige ETFs investieren

Besonders praktisch bei ETFs: Es gibt sie auch in „grün“.

So achten immer mehr AnlegerInnen darauf, welche Unternehmen sie eigentlich mitfinanzieren. Sie machen sich beispielsweise Gedanken über Missstände bei Produktions- und Arbeitsbedingungen oder in Bezug auf den Umweltschutz. Die Idee: Ihr Geld soll nicht irgendeiner Firma zugutekommen, sie möchten sich vielmehr an Firmen mit „guten“, „grünen“ oder „ethischen“ Standards beteiligen.

ETFs bieten dabei einen besonders einfachen und günstigen Einstieg in die ethische Geldanlage. Denn damit beteiligst du dich an den größten Unternehmen weltweit, die auf die Umwelt, Produktionsbedingungen und faire Unternehmensführung achten. 

Nachhaltige ETFs erkennst du meist an Zusatzbezeichnungen im Namen:

  1. ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung).
  2. SRI steht für „Socially Responsible Investing“, also dem Anlegen mit sozialer Verantwortung.
  3. Wenn von SDG die Rede ist, sind „Sustainable Development Goals“ gemeint. Das sind von den Vereinten Nationen aufgestellte Ziele für nachhaltige Entwicklung, die es zu verfolgen gelte.
Nachhaltige ETFs auf der Plattform extraETF_ETF für Anfänger
Die Nachhaltigkeitskürzel findest du direkt im Namen. Quelle: extraETF

Mit solchen nachhaltigen Anlagen verzichtest du auch nicht auf Rendite. So haben mehr als 2.000 weltweit durchgeführte Studien bewiesen, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten die Performance nicht beeinträchtigt. Im Gegeneteil: Nachhaltigkeitsaspekte und ESG-Kriterien können, wenn sie pragmatisch eingesetzt werden, die Performance steigern.

Die Auswahl derjenigen Unternehmen, die im nachhaltigen Index vertreten sind, ist sehr aufwendig. Mit einem mehrstufigen Prozess prüft zum Beispiel der Indexanbieter MSCI daher jedes Unternehmen.

In der ersten Selektionsstufe werden einige Konzerne aufgrund ihrer Werte ausgeschlossen. Bei der zweiten Stufe kommen die ESG-Kriterien ins Spiel: MSCI bewertet Unternehmen anhand von insgesamt 38 Kriterien, wie etwa Einfluss auf den Klimawandel, CO2-Ausstoß, Energieeffizienz (Umwelt), Mitarbeiterführung, etc. Und bei der dritten und letzten Stufe werden diejenigen Unternehmen aussortiert, die in Kontroversen verwickelt sind.

Hier mal zwei Beispiele für gute, nachhaltige Indizes:

  1. MSCI World Socially Responsible Index (SRI) – Der Index bündelt aus 23 Industrieländern die rund 400 Unternehmen, die das höchste ESG-Ranking aufweisen.
  2. Dow Jones Sustainability Index World Enlarged – Er bündelt die rund 550 nachhaltigsten Unternehmen der Welt inklusive Schwellenländer.

Weitere nachhaltige ETFs findest du einfach über die ETF-Suche von extraETF. Hier gibt es direkt an der Seite Filter für Nachhaltigkeit. In der Übersichtsliste werden nachhaltige ETFs generell auch mit einem kleinen grünen Badge ausgezeichnet.

Filter für nachhaltige ETFs bei extraETF_ETF für Einsteiger
Praktische Nachaltigkeits-Filter. Quelle: extraETF

Hier kommst du auch direkt zu einer Liste aller nachhaltigen ETFs.

Alle Vorteile von ETFs auf einen Blick

Wenn das Thema ETFs noch neu für dich ist, dann war das bis hierhin ziemlich viel Input, was? Lass uns also die Vorteile nochmal zusammenfassen.

  1. Mit einem ETF investierst du praktisch in einen ganzen Markt, also in sehr viele Unternehmen gleichzeitig.
  2. ETFs minimieren dein Risiko durch ihre breite Streuung.
  3. ETFs sind transparent und günstig.
  4. Mit Sparplänen kannst du auch ohne großes Startkapital investieren und dein Geld leicht langfristig anlegen.
  5. ETFs sind vielseitig, es gibt sie in den verschiedensten Ausrichtungen.
  6. Es gibt auch nachhaltige ETFs, bei denen du dein Geld mit gutem Gewissen anlegen kannst.

Wann sind ETFs nichts für dich?

Aber auch, wenn sie viele Vorteile haben, sind ETFs natürlich kein Allheilmittel. Und es gibt auch Situationen, wo ETFs nicht das Richtige für dich sind.

Du hast keine Rücklagen.

Bevor du anfängst dein Geld zu investieren, solltest du Rücklagen haben. Denn es handelt sich hier immer noch um eine Investition am Aktienmarkt, die mit gewissen Risiken verbunden ist. Du solltest also kein Geld investieren, auf das du angewiesen bist. Sonst läufst du Gefahr, dass die Kurse gerade schlecht stehen, wenn du dein Geld brauchst, und dann würdest du natürlich Verluste machen.

Du willst dein Geld sehr kurzfristig anlegen.

Etwa 5-7 Jahre solltest du auf dein Geld verzichten können, wenn du es in einen ETF anlegst (länger ist natürlich besser).

Denn ETFs unterliegen immer noch Schwankungen. Bei einem kurzen Anlagehorizont kannst du natürlich auch Glück haben, dass die Kurse günstig stehen, wenn du verkaufen willst. Aber man sagt, auf lange Sicht geht der Markt immer nach oben. Soll heißen, erst bei einem langen Anlagehorizont gleichen sich Schwankungen aus und deine Rendite ist positiv. (Fun Fact: Bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren erzielte der DAX-ETF selbst im schlechtesten Fall immer noch 3,3% Rendite.)

Du willst eine sehr hohe Rendite.

Wenn dein Ziel lautet, mit aller Macht eine Rendite weit über der Marktrendite erzielen zu wollen, dann sind ETFs nicht das optimale Mittel für deine Geldanlage. Hier solltest du eher auf Einzelaktien setzen und nach dem nächsten Amazon oder Apple Ausschau halten. (Dass so eine Strategie aber deutlich spekulativer ist und ein höheres Risiko hat, brauch ich dir nicht zu sagen, oder?)

ETF für Anfänger: Wie beginnt man?

Um in ETFs zu investieren, brauchst du natürlich erstmal ein Depot. Das kannst du entweder bei deiner Hausbank oder bei einer Direktbank einrichten. Doch das Produktangebot, die Gebühren und der Service unterscheiden sich zum Teil deutlich. Wenn du also noch auf der Suche nach dem passenden Depot bist, solltest du möglichst einen Anbieter-Vergleich nutzen, um dir einen Überblick zu verschaffen.

In diesem Blogartikel zeige ich dir auch Schritt-für-Schritt, wie du ein Depot bei der Trade Republic Bank eröffnest.

Depoteröffnung geht auch per Smartphone_ETF Investieren für Anfänger

Wenn du ein Depot hast, macht es Sinn, dein ETF-Portfolio schrittweise aufzubauen. Das könntest du zum Beispiel so tun:

  1. Gute Grundlage schaffen: mit dem MSCI World. Er investiert in ca. 1.600 Aktien in 23 Ländern. Durch seine sehr breite Streuung minimierst du dein Risiko. Als Alternative kommt hier auch der MSCI ACWI in Frage: Er bildet neben 23 Industrieländern auch 27 Schwellenländer ab. Damit investierst du sogar in fast 3.000 Unternehmen weltweit. Die Werte aus Schwellenländern machen hier einen Anteil von etwas mehr als 13% aus, der Rest kommt aus den Industrieländern.
  2. Wachstumstreiber mit aktuell gefragten Branchen-ETFs ergänzen: Baue dein Portfolio weiter aus. Trend- und Branchen-ETFs haben oftmals eine größere Wertschwankungen und können so für mehr Wachstum sorgen, haben aber auch ein gewisses Klumpenrisiko. Beispiele sind ETFs auf den Technologiesektor, Erneuerbare Energien, E-Mobilität, etc. (Bei justETF gibt’s dafür den Filter „Sektor“ unter Aktien, bei extraETF den Filter „Themen-ETFs“)
  3. Portfolio um weitere Anlageklassen ergänzen: Andere Anlageklassen unterliegen anderen Einflüssen. Je mehr Klassen du in deinem Depot hast, desto stabiler bist du also aufgestellt. Beispiele hierfür sind ETFs auf Edelmetalle, Anleihen oder Immobilien (REITs). (Auf den Plattformen gibt es hierfür Filter.)
ETF-Suche_Filter bei extraETF
Filter bei extraETF
ETF Suche_Filter bei justETF_ETF für Anfänger
Filter bei justETF

Und fühlst du dich bereit, in ETFs zu investieren? Wenn du noch ein wenig unsicher bist und gern jemanden hättest, der dich etwas mehr an die Hand nimmt, dann ist der Onlinekurs „Vermögensaufbau mit ETFs“ perfekt für dich. In diesem Kurs zeige ich dir alles, was du wissen musst, um mit ETFs mehr aus deinem Geld zu machen: Depot eröffnen und die richtigen ETFs wählen, in Finanzkrisen entspannt bleiben, Geld für Kinder anlegen, Altersvorsorge mit ETFs und mehr. Inkl. E-Book, Checkliste, Lexikon und Ressourcensammlung.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Investieren in ETFs!

Deine

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