Schulden abbauen - 8 Tipps - Titelbild

Inhalt:

  1. Schulden abbauen: 8 Tipps, wie es gelingt
  2. 4 Spartipps für den Alltag, um Schulden noch schneller loszuwerden
  3. Die Schulden sind weg – und jetzt? 5 Tipps, um schuldenfrei zu bleiben
  4. Was tun, wenn es einfach zu viele Schulden sind?

Es ist nur ein paar Jahre her, da war ich auf die Ratenzahlung angewiesen, als mein Smartphone den Geist aufgab und ich ein Neues brauchte. Auch wenn es um keine große Summe ging, hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich der Bank noch Geld schulde. Ich fand es belastend – ich mochte das Gefühl der Abhängigkeit und Schuld absolut nicht. Als ich die letzte Rate endlich abbezahlt hatte, fühlte ich mich gleich deutlich besser und irgendwie befreit.

Falls es dir aber so wie meinem Vergangenheits-Ich geht und du den ein oder anderen Kredit zu tilgen hast, habe ich hier ein paar Tipps für dich, wie du das möglichst effektiv machen kannst.

Schulden abbauen: 8 Tipps, wie es gelingt

Generell gilt beim Schuldenabbau: Halte durch! Ich weiß, dass das für viele kein besonders schönes Thema ist. Kredite zu tilgen ist meist nicht wirklich belohnend. Und manchmal sind mit dem Thema sogar ziemlich negative Emotionen verbunden – Frust, Scham, Sorgen, etc. Zeige also Disziplin und Durchhaltevermögen, dann kannst du bald mit dem Thema Schulden abschließen. Mit der Zeit wird es auch leichter und du gewöhnst dich daran.

Und denk immer dran: Du baust nicht nur deine Schulden ab, du ebnest auch den Weg zum Vermögensaufbau.

Und jetzt lass uns doch mal ein paar Tipps ansehen, wie du Schulden schnell loswirst.

1. Kenne den Unterschied zwischen guten und schlechten Schulden.

Wir haben gelernt, dass Schulden etwas Negatives sind, oder? Dabei sind nicht alle Schulden schlecht. Aber was sind denn gute Schulden? Einfach gesagt: Gute Schulden bringen dir am Ende mehr Geld.

Wenn du beispielsweise einen Kredit aufnimmst, damit eine Eigentumswohnung kaufst und die vermietest, dann sind das gute Schulden. Denn du lässt hier das fremde Kapital für dich arbeiten. Die Miete zahlt den Kredit und am Ende hast du eine Wohnung. Deine Schulden finanzieren sich hier also selbst und spülen dir sogar mehr Geld in die Kasse. Auch Bildungskredite oder Kredite zur Unternehmensgründung sind gute Schulden bezeichnen, weil sie später (wahrscheinlich) mehr Geld bringen.

Schlechte Schulden sind dagegen alle Konsumschulden. Also wenn du dir etwas kaufst, wofür du das Geld aktuell nicht hast – das neue Smartphone, der große Fernseher oder auch das neue Auto. Hierzu zählen auch Ratenzahlungen! Konsumschulden solltest du möglichst vermeiden oder eben so schnell wie möglich abbauen. Und genau um diese Schulden geht es in diesem Artikel.

2. Mach eine Bestandsaufnahme.

Verschaffe dir erstmal einen Überblick über deine finanzielle Situation. Wie hoch ist dein Einkommen, welche Ausgaben hast du regelmäßig? Welche Kredite hast du wo zu tilgen?

Schau dir hierfür auch deine letzten Kontoauszüge genauer an. Und notier dir auch die aktuelle Höhe deiner Schulden. (Auch wenn es vielleicht weh tut.) Schließlich musst du wissen, was auf dich zukommt. Und wenn du mehrere Kredite hast, notiere dir möglichst auch die Zinsen (siehe Tipp 5). Führe möglichst auch ein Haushaltsbuch, um deine Ausgaben auch langfristig im Blick zu behalten.

Für die Übersicht deiner Einnahmen und Ausgaben und das Tracken deiner monatlichen Ausgaben kannst du den kostenlosen Finanzplaner herunterladen, darin findest du passende Templates zum Ausdrucken.

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3. Verringere deine Ausgaben und erhöhe möglichst dein Einkommen.

Wenn du weniger Geld ausgibst und gleichzeitig mehr Geld verdienst, dann bleibt deutlich mehr für den Schuldenabbau übrig. Dann geht das Ganze auch deutlich schneller und ist weniger demotivierend. Als Faustregel gilt übrigens, dass du etwa 20 Prozent deines Einkommens zum Schuldenabbau verwenden solltest.

Versuche also möglichst deine Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Vermeide es, neue Kredite aufzunehmen. Frage dich bei jedem Einkauf, ob die Ausgaben wirklich nötig sind. Oder ob es eine günstigere Alternative gibt, bei der du sparen kannst?

Hier noch ein paar Ideen, wo sich Sparpotenziale verstecken könnten:

  • Ein Stromvertrag, bei dem der letzte Wechsel eine ganze Weile her ist.
  • Ein alter Handyvertrag, der noch Konditionen hat, für die du heute nur noch die Hälfte zahlst. (Oder für das gleiche Geld viel mehr bekommst.)
  • Unnötige oder zu teure Versicherungen, bei denen ein Wechsel oder eine Kündigung Sinn machen.
  • Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, in das du nur einmal im Jahr gehst – nämlich am 02.01.
  • Streaming-, Zeitschriften- oder sonstige Abos, die du kaum noch nutzt.
  • Ausgaben für Kleidung, Essen gehen/bestellen, Kino, Parties oder ähnliches. Hier hilft es auch schon, Grenzen und Budgets zu setzen, du musst nicht auf alles komplett verzichten.

Ich weiß, ich weiß, das Ding mit den Ausgaben verringern macht meistens nur wenig Spaß. Niemand will sich so wirklich einschränken, oder? Aber es muss leider sein. Dein Zukunfts-Ich wird es dir danken!

Mehr dazu: Sparen ohne Verzicht: 10 Tipps für Sparmuffel

Überlege außerdem, ob bzw. wie du für mehr Einkommen sorgen kannst.

  • Kannst du mehr Gehalt verhandeln?
  • Oder bezahlte Überstunden machen?
  • Kannst du einen Nebenjob annehmen?
  • Oder dir passive Einkommensquellen aufbauen?

4. Zahle immer erst deine Hauslasten.

Es gibt ein paar Kosten, die sich nicht vermeiden lassen und dir auch ganzschön Ärger bescheren, wenn du sie nicht zahlst. Ich spreche hier von Dingen wie Miete, Strom, sowie feste Kreditraten und sonstige Gläubiger. Diese Dinge haben Priorität, das ist logsich, oder?

Nutze hierfür möglichst Dauerüberweisungen und setze das Datum an den Anfang des Monats. So vermeidest du Zahlungsverzug. Wir wollen ja schließlich nicht, dass dir irgendwann der Strom abgestellt wird, nur weil du all dein Geld fleißig für den Schuldenabbau genutzt hast. (Oder im schlechteren Fall: Weil all dein Geld für Konsum ausgegeben wurde…)

5. Nutze die Schneeballmethode, um mehrere Kredite effektiv abzubauen.

Wenn du mehrere Kredite hast, kannst du die Schneeballmethode nutzen, um deine Schulden möglichst effektiv abzubauen.

Dabei startest du mit dem „schlechtesten“ Kredit, also dem mit dem höchsten Zinssatz. Das kann beispielsweise ein Dispo-Kredit sein, denn der hat oft schlechte Konditionen. Du nutzt also all dein Geld, was du zum Schuldenabbau zur Verfügung hast und konzentrierst es auf den Kredit mit den höchsten Zinsen. Danach machst du dem Zweithöchsten weiter. Mit dieser Methode minimierst du die Zinsen, die du insgesamt zahlen musst, während du deine Schulden abstotterst.

Es gibt aber auch eine andere Version der Schneeballmethode, bei der du mit dem kleinsten Darlehen startest und mit dem Nächstgrößeren weitermachst, wenn das Erste abbezahlt ist. Vorteil hier: Du siehst schneller Ergebnisse und reduzierst schnell die Anzahl offener Forderungen. Das motiviert natürlich.

6. Prüfe, ob du zu besseren Konditionen umschulden kannst.

Umschulden lohnt sich bei Krediten mit generell schlechten Konditionen (bspw. ein länger genutzter Dispo) oder für Kredite mit langer Laufzeit (z.B. für Immobilien), die es mittlerweile zu besseren Konditionen gibt.

Für den Dispo-Kredit würde ich bei meiner Bank beispielsweise aktuell etwa 7% zahlen. Dabei gibt es Privat- bzw. Sofortkredite aktuell schon für 1-4% Zinsen.

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7. Verkaufe Dinge, die du nicht mehr brauchst und nutze das Geld.

Wie wäre es mal wieder mit einer kleinen Verkaufssession? Bestimmt haben sich bei dir einige Dinge angesammelt, die du nicht mehr brauchst – egal ob Kleidung, Elektronik oder Möbel. Verkaufe diese bei Plattformen wie ebay Kleinanzeigen oder dem Kleiderkreisel. Wenn du einige ungenutzte Dinge verkaufst, kann das ein richtiger „Boost“ für deinen Schuldenabbau sein. Und gut für die Umwelt ist es auch noch.

8. Nutze Zusatzeinkommen für den Schuldenabbau.

Du bekommst eine Steuerrückerstattung, einen Jahresbonus oder ein Geldgeschenk? Dann nutze dieses zusätzliche Geld, um Kredite abzubezahlen.

Tilge damit deinen Dispo oder lege es beispielsweise auf ein extra Konto, wo du das Geld für eine Sondertilgung sammelst. Sei hier streng mit dir und widerstehe der Versuchung, das Geld zu „verkonsumieren“, auch wenn es schwer fällt.

Wenn du dich absolut nicht überwinden kannst, das ganze Geld wegzulegen, dann wenigstens den größten Teil: 20% darfst du für dich ausgeben, 80% werden zum Schuldenabbau genutzt.

Bonustipp: Fang an dein Geld zu investieren, bevor alle Schulden abgebaut sind.

Zugegeben, wenn du vorher anfängst zu investieren, bist du nicht schneller schuldenfrei. Was es dir aber bringt, ist Motivation. Und wir erinnern uns: Durchhalten ist hier super wichtig. Gerade weil du nach dem Tilgen aller Kredite ja in Sachen Vermögensaufbau praktisch bei Null anfängst, kann das schnell demotivieren.

Deshalb hilft es, wenn du zumindest ein paar Euro im Monat nutzt, um dein Geld für dich arbeiten zu lassen. ETF-Sparpläne gibt es beispielsweise schon ab 10€ im Monat. So kannst du dir schon ein kleine Sparsumme aufbauen, zusehen, wie dein Geld wächst und vom Zinseszinseffekt profitieren.

4 Spartipps für den Alltag, um Schulden noch schneller loszuwerden

Je weniger Geld du ausgibst, desto mehr hast du zum Schuldenabbau zur Verfügung. Und desto schneller wirst du schuldenfrei sein.

Macht Sinn, oder? Hier habe ich deshalb noch ein paar zusätzliche Tipps für dich, wie du im Alltag sparen kannst, um mehr Geld übrig zu haben.

1. Geh nicht hungrig und nur mit Einkaufszettel einkaufen.

Wenn du hungrig einkaufen gehst, landen oft Sachen in deinem Einkaufskorb, die du eigentlich gar nicht brauchst. Iss also vorher lieber noch eine Kleinigkeit. Und wenn du einkaufen gehst, solltest du stets einen Einkaufszettel mitnehmen (oder eine Einkaufs-App nutzen, wie z.B. Bring!).

Gerade beim Kauf von Lebensmitteln kann viel gespart werden. Achte auf reduzierte Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurzfristig abläuft. Oft werden sie z. B. dann günstiger angeboten – hier ist Sparen im Alltag besonders einfach.

2. Kaufe Hausmarken statt Markenprodukte.

Die Hausmarken in den Discountern wie Aldi, Lidl oder Netto sind viel günstiger als Markenprodukte. Oft kommt das Produkt sogar vom gleichen Hersteller, nur günstiger.

Übrigens liegt die teure Ware stets in Augenhöhe. In den untersten Regalen stehen die günstigeren Artikel. Mit Sonderangeboten, die oft wöchentlich angeboten werden, lässt sich ebenfalls Geld sparen.

3. Vermeide Impulskäufe.

Wenn du etwas kaufen willst, das über 30€ kostet, es aber nicht sofort brauchst, dann warte mit dem Kauf zwei oder besser drei Tage. Wenn du es dann immer noch haben willst, kannst du es kaufen. In der Zwischenzeit kannst du überlegen, ob du es wirklich brauchst und wenn ja, ob du es nicht günstiger bekommen kannst.

Indem du mit dem Kauf wartest, verhinderst du Impulskäufe. Denn manchmal haben wir das Gefühl, etwas unbedingt haben zu wollen bzw. zu brauchen, dabei stellt sich aber im Nachhinein heraus, dass das gar nicht so war.

Wir werden leider viel zu oft zu Werbeopfern (da bin ich auch ganz „gut“ darin…). Schließlich ist unsere Gesellschaft auf Konsum ausgelegt und wir werden permanent mit Werbebotschaften konfrontiert. Wir müssen hier also bewusst gegenarbeiten. Das Ganze gilt übrigens auch für Frust-Käufe, bei denen wir negativen Emotionen oder Langeweile durch Shopping entkommen wollen.

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4. Kaufe Kleidung im (Online-)Sale, im Outlet-Center oder Second Hand.

Wahrscheinlich gibt es für dich keine Notwendigkeit immer die aktuelle Kollektion an Klamotten zu besitzen, oder? Wenn du Kleidung brauchst, kannst du dich deswegen getrost auf die Sale-Angebote konzentrieren. Denn mittlerweile kommen so oft neue Kollektionen in die Läden, dass du nicht bis Herbst warten musst, um günstig an Sommermode zu kommen.

Besonders gut klappt das übrigens, wenn du online Kleidung kaufst. Dort gibt es meist eine eigene Sale-Kategorie und du kannst den Filter nutzen. So bist du nicht auf Glücksgriffe angewiesen, sondern findest genau das, was du suchst. Hier ist die Auswahl auch deutlich größer – sowohl was die Stücke angeht wie auch bei den verfügbaren Größen.

Ich nutze auch gern die Wunschlisten- oder Favoriten-Funktion, um mir Dinge zu markieren, die ich schön finde, aber nicht zwingend brauche oder die mir noch zu teuer sind. Dann schaue ich ab und zu auf meine Liste und wenn eines meiner Wunschstücke reduziert ist, greife ich zu.

Auch in speziellen Outlet-Centern kann man günstig an schöne Stücke kommen, allerdings ist da auch die Wahrscheinlichkeit höher, dass man etwas nur kauft, weil gerade so günstig ist. Und dann hat man auch nicht viel gekonnt. Mach dir deshalb möglichst vorher eine Liste mit Dingen, die du brauchst – egal ob physisch, digital oder mental.

Und wenn du Kleidung Second Hand kaufst, kommst du nicht nur günstiger weg, sondern shoppst auch nachhaltiger und tust was für den Planeten.

Die Schulden sind weg – und jetzt?

Wenn du es erfolgreich geschafft hast, deine Schulden abzubauen, dann gibt es drei Dinge zu tun:

  1. Als erstes kannst du dir mal kräftig auf die Schulter klopfen! Es ist nicht leicht, Schulden abzustottern und es gibt bestimmt auch spaßigere Dinge, aber du hast es geschafft. Ich bin stolz auf dich.
  2. Als zweites solltest du dich jetzt an den aktiven Vermögensaufbau machen. Du bist aus dem Minus raus, aber jetzt wird es Zeit, dass wir da ein ordentliches Plus draus machen, oder? Wie das geht lernst du hier.
  3. Und drittens musst du natürlich auch dafür sorgen, dass du möglichst schuldenfrei bleibst (gute Schulden ausgenommen). Sonst wird es mit dem Vermögensaufbau schließlich nichts. Wie du schaffst, sehen wir uns jetzt an.

5 Tipps, um schuldenfrei zu bleiben

Wenn du einmal deine Schulden abgebaut hast, wollen wir natürlich nicht, dass es zum Jojo-Effekt kommt. Ab jetzt sind Konsumschulden also tabu und der Dispo ist dein Feind. Es gibt aber noch ein paar Dinge, die dir dabei helfen, nicht wieder in die Schuldenfalle zu rutschen.

1. Bau dir eine Cashreserve auf.

Ein Notgroschen von 1.000€ ist ein guter Anfang. Zukünftig solltest du aber etwa 3 Nettogehälter als Rücklage haben. Wenn unvorhergesehene Dinge passieren, bist du so auf der sicheren Seite, egal worum es dabei geht – das Auto braucht eine Reparatur, die Waschmaschine geht kaputt und eine neue muss her oder dein Haustier wird krank und verursacht eine ordentliche Tierarztrechnung (wie es mir passiert ist).

Shit happens. Aber mit einer Cashreserve musst du keine Schulden aufnehmen, um damit umzugehen. Sie ist praktisch dein Sicherheitsnetz und lässt dich ruhig schlafen.

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2. Entscheide nicht anhand deines Kontostands, was du dir diesen Monat noch leisten kannst.

Es sollte nicht dein Kontostand sein, der darüber entscheidet, sondern deine bisherigen Ausgaben. Optimalerweise hast du ein Budget für flexible Ausgaben, das so geplant ist, dass jeden Monat trotzdem noch was übrigbleibt. Und an diesem Budget solltest du dich orientieren. (Um das einfach auszurechnen, kannst du dir die Budgetplaner-Excelvorlage herunterladen.)

Wenn du nur schaust, ob noch genug Geld auf dem Konto ist, dann läufst du Gefahr, nie vorwärts zu kommen. Hier spielt außerdem noch die eigene Psychologie eine Rolle: Siehst du eine größere Summe auf deinem Konto und orientierst dich daran, dann neigst du eher dazu, mehr Geld auszugeben. Und das obwohl diese Summe vielleicht dein Notgroschen ist oder für eine größere Anschaffung gespart werden soll – ein neues Auto oder eine Anzahlung fürs Eigenheim.

3. Achte auch auf die kleinen Beträge.

Besonders wenn es sich um regelmäßige Ausgaben handelt. Denn gerade über kleine Beträge denken wir nicht so viel nach. Ich rede hier von Dingen wie dem Kaffee vom Bäcker auf dem Weg zur Arbeit (3€), das gekaufte Mittagessen im Büro (6€) usw. Oft sind es die kleinen Dinge, auf die wir nicht mehr achten – wir können es uns ja schließlich leisten. Aber eben diese Dinge läppern sich. Wenn du nur 5€ am Tag mehr ausgibst, macht das im Jahr über 1.800€ aus!

4. Vermeide Ratenkredite.

Wusstest du, dass Menschen bereit sind, mehr für die gleiche Sache zu bezahlen, wenn sie sie in Raten abstottern können? Das haben Studien ergeben. Aus psycholgischer Sicht können uns Ratenzahlungen also zu höheren Ausgaben verleiten. Und das wollen wir natürlich nicht. (Wer will schon mehr Geld für die gleiche Sache zahlen?)

Es gibt hier eine kleine Faustformel: Wenn du etwas nicht direkt zweimal kaufen kannst, kannst du es dir nicht leisten. Ratenzahlungspläne hin oder her. Behalte das bei den nächsten größeren Anschaffungen im Hinterkopf. (Dinge wie Häuser oder Autos klammern wir hier natürlich mal aus.)

5. Behalte langfristig den Überblick über deine Ausgaben.

Deine Einnahmen und Ausgaben verändern sich natürlich mit der Zeit. Du solltest deshalb langfristig ein Haushaltsbuch führen oder entsprechende Apps dafür nutzen, wie z.B. den Finanzguru oder Money Coach.

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Schulden abbauen: Was tun, wenn es einfach zu viel ist?

Im schlechtesten Fall kann es auch vorkommen, dass die eigene finanzielle Situation so angespannt ist, dass man nicht ohne weiteres aus den Schulden rauskommt. Wenn alle bisherigen Tipps nicht helfen, dann kannst du dir auch professionelle Hilfe suchen, zum Beispiel bei einer gemeinnützigen Schuldnerberatung.

Wenn es dir auch danach nicht gelingt, die Schulden zu tilgen, dann kommt als letztes Mittel die Privatinsolvenz in Frage. Dabei musst du innerhalb von 3 oder 6 Jahren all dein Geld oberhalb einer bestimmten Grenze für den Schuldenabbau einsetzen. Du kannst hier also nicht mehr frei über dein Geld verfügen. Der Vorteil: Nach Ablauf dieser Zeit werden dir die Restschulden erlassen.

Ich hoffe aber, dass du davon noch weit entfernt bist und mit den Tipps in diesem Artikel, schnell deine Schulden abbaust und anfängst, dein Vermögen aufzubauen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Deine

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