Sparen ohne Verzicht 10 Tipps

Also pass auf: Als ich neulich mit einer Freundin im Park spazieren war, haben wir uns unter anderem über ihre Finanzen unterhalten. Und dabei war sie nicht besonders glücklich. Anfangs war noch alles okay, aber je länger wir uns darüber geredet haben, desto frustrierter wurde sie.

Ich glaube, dass ihre Probleme keine Seltenheit sind. Ich denke, die Dinge, die sie stören, kennen auch einige andere. Deswegen will ich dir heute mal von ihrem „Geld-Frust“ erzählen. Also …

Sie verdient ganz gut. Und am Ende des Monats bleibt oft auch einiges übrig. Aber sobald sich eine etwas größere Summe angesammelt hat – Boom. Ein neues Smartphone. Eine neue Couch. Ein schicker Urlaub. Und schon ist der Berg an Erspartem wieder ordentlich geschrumpft.

Und so geht es wieder und wieder.

Würde man die Sparsumme visualisieren, wäre das die reinste Achterbahn. Langfristig geht es nicht vorwärts.

Und das frustriert sie. Sehr. Verständlich oder?

Das Problem dabei: So richtiges, langfristiges Sparen, bei dem man sein Geld auch anlegt? (Und dann nicht mehr zur Verfügung hat?) Das findet sie doof.

Denn Sparen bedeutet für sie Verzicht. Sie soll heute weniger haben, um irgendwann später einmal mehr zu haben? Damit sie dazu bereit ist, müsste sich das in ihren Augen schon wirklich lohnen.

Dafür müsste sie aber auch entsprechend viel Geld anlegen, denkt sie. Denn von nichts kommt nicht, richtig? Aber sie will sich nicht in ihrem Lebensstil einschränken. Logischerweise, hat sie ihn doch bewusst gewählt.

Trotzdem ärgert sie sich immer wieder darüber. Sie verdient gutes Geld und kommt ihren langfristigen Zielen dennoch nicht näher.

Und sie ist frustriert, dass sie sich die „größeren Sachen“ doch nicht mal eben so leisten kann. Trotz ihres Gehalts.

So geht Sparen ohne Frust

Kommen dir ein paar dieser Dinge bekannt vor? Fällt es dir auch schwer, langfristig zu sparen? Oder frustriert es dich zu sparen, weil du auf nichts verzichten möchtest?

Dann bist du hier genau richtig.

Ich habe hier für dich (und meine Freundin) einige Tipps gesammelt, wie du ohne Frust Sparen kannst. Und das ohne das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen.

Tipp 1: Finde deine innere Motivation.

Es ist wenig erfüllend, Geld zu sparen, einfach weil du das Gefühl hast, es tun zu müssen. Sorge dafür, dass Vernunft und Sicherheit nicht deine einzigen Argumente dafür sind. Denn mal ernsthaft, wo bleibt denn da der Spaß?

Überlege dir, was willst du wirklich willst. Finde deinen Antrieb, deine Motivation.

Vielleicht ist es das Gefühl von Freiheit, das mit finanzieller Sicherheit einhergeht. Vielleicht auch ein gewisser Lebensstil, den du damit verbindest? Vielleicht ist es auch deine Familie, für die du dir ein sicheres und finanziell-entspanntes Leben wünscht. Vielleicht willst du auch nicht den Rest deines Lebens mit Arbeit verbringen, nur um deine Rechnungen bezahlen zu müssen?

Egal was es ist, finde es und schreib es auf. Wenn du deine Ziele aufschreibst, erhöhst du damit die Wahrscheinlichkeit, dass du sie erreichst.

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Tipp 2: Halte dir deine Motivation immer wieder vor Augen.

Okay, du hast deine Motivation gefunden und aufgeschrieben. Das ist der erste Schritt. Weißt, du was du jetzt noch tun musst?

„You must keep your mind on the bigger goal to protect your true wants from your casual desires“

Das. ist. wirklich. wichtig!

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Alle Bücher, die ich zu Finanzen, Erfolg oder High Performance gelesen habe, beziehen zu diesem Punkt die gleiche Stellung. Ohne langfristige Motivation wirst du immer wieder den kleinen Verlockungen des Alltags (den „casual desires“) erliegen. Und davon gibt es leider eine Menge, unsere Gesellschaft ist nun einmal darauf ausgelegt, zu konsumieren.

Sei dir deshalb immer bewusst, was du wirklich willst. Visualisiere, entwickle Mantras, klebe dir Zettel mit deinen Zielen an deinen Badschrank – was auch immer für dich funktioniert. Aber tu es!

Tipp 3: Nutze deinen Frust als Motivation.

Statt nur zu denken, dass du dir das eh nicht leisten kannst, solltest du dich lieber fragen „Wie kann ich mir das leisten?“

Das hilft dir, nicht in die passive Opfer-Rolle zu geraten. Du nimmst mit dieser Frage ein aktive Rolle ein und übernimmst die Kontrolle über deine Finanzen.

Indem du dich fragst, wie du dir bestimmte Dinge leisten kannst, kurbelst du auch deine finanzielle Kreativität an. Dein Kopf schaltet praktisch in den Geld-Such-Modus. So erkennst du viel eher Chancen und Gelegenheiten, die du sonst vielleicht übersehen hättest.

Tipp 4: Reduziere deine Kosten so, dass du auf nichts verzichten musst.

Wenn du den Gürtel enger schnallen musst und das Gefühl hast, deswegen auf geliebte Dinge verzichten zu müssen, führt das schnell zu Frust.

Überprüfe besser deine Ausgaben auf Sparpotenziale. Hier gibt es ein paar klassische Ansatzpunkte, wo sich oft großes Potenzial verbirgt:

  1. Ein Stromvertrag, bei dem der letzte Wechsel eine ganze Weile her ist.
  2. Ein alter Handyvertrag, der noch Konditionen hat, für die du heute nur noch die Hälfte zahlst. (Oder für das gleiche Geld viel mehr bekommst.)
  3. Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, in das du nur einmal im Jahr gehst – nämlich am 02.01.
  4. Streaming-, Zeitschriften- oder sonstige Abos, die du kaum noch nutzt.

Darüber hinaus macht es oft auch Sinn, manche Ausgaben einfach ein wenig zu reduzieren, ohne ganz darauf zu verzichten.

Wenn du zum Beispiel aus Bequemlichkeit häufig Essen liefern lässt oder auswärts essen gehst, kann es Sinn machen, das Stück für Stück zu reduzieren. Setze dir zum Beispiel als Ziel, nur noch einmal in der Woche Essen zu bestellen. Selber kochen ist eh viel gesünder 😉

Tipp 5: Fall nicht auf die „Sparen lohnt sich bei den Zinsen nicht“-Lüge herein.

Die Zinsen sind so niedrig, da kannst du dein Geld auch direkt ausgeben? Das ist völliger Quatsch. Tut mir leid, wenn ich hier deine Illusionen zerstören muss, aber niedrige Zinsen sind kein Grund für ungezügelten Konsum.

Du bekommst lediglich mit den klassischen Spar-Instrumenten wie Sparbuch, Festgeldanlage und Co. kaum noch etwas.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, wie du dein Geld für dich arbeiten lassen kannst. Aktien, ETFs, P2P-Kredite bzw. Investionen, Immobilien… Die Liste ist lang.

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Nur weil die altbekannten Mainstream-Anlagemöglichkeiten nicht mehr rentabel sind, heißt das noch lange nicht, dass dein Geld jetzt gar nicht mehr für dich arbeiten kann. Und wenn du die Erfolge deines Sparen siehst (deinen Profit), dann fällt es auch gleich weniger schwer.

Tipp 6: Automatisiere so viel wie möglich.

Sorge dafür, dass du nicht übers Sparen nachdenken musst. Denn je mehr du selbst tun musst, desto mehr Disziplin erfordert es. Aber wir sind alle nur Menschen. Und seien wir mal ehrlich: Wenn wir auf etwas keine Lust haben, dann finden wir schon eine Ausrede dafür.

Spare dein Geld möglichst direkt, nachdem du dein Gehalt bekommen hast. Nutze zum Beispiel Dauerüberweisungen oder Sparpläne.

Vermögenswirksame Leistungen sind hier auch ein gutes Mittel – die gehen nämlich direkt von deinem Gehalt ab. Hier gibt es vom Arbeitgeber einen Bonus von bis zu 40€ im Monat, den du leicht aufstocken kannst.

Wenn du nämlich immer nur das sparst, was am Ende des Monats übrig bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass letztlich nichts übrig ist, was du sparen kannst.

Übrigens: Dieser Tipp geht einher mit dem Nächsten.

Tipp 7: Lege dein Geld so weg, dass du schwer herankommst.

Ergreife Sicherheitsmaßnahmen und schütze dich vor deinem inneren Schweinehund: Lege das Geld so an, dass du nicht so leicht rankommst.

Lass es also auf keinem Fall nur auf deinem Giro- oder Kreditkonto liegen, wo du es in Sicht- und Reichweite hast. (Ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben sollte natürlich immer in deinem Zugriffsbereich sein.)

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Besser ist ein extra Tagesgeldkonto, was du nur für Einzahlungen nutzt oder eben ein Depot, wo du dein Geld in Aktien oder Fonds anlegst. (Glaub mir, du verkaufst nicht mal eben so ein paar Aktien, nur um dir die schöne neue Tasche leisten zu können.)

Tipp 8: Fange klein an und steigere dich Stück für Stück.

Du hast vielleicht das Gefühl, dass es absolut nichts bringt, wenn du nur geringe Summen sparst. Aber allein der Anfang ist gold wert.

Wortwörtlich. Denn der erste Schritt ist bekanntlich der schwerste.

Richte dir zum Beispiel einen Sparplan ein, bei dem du jeden Monat eine kleine Summe, wie zum Beispiel 20€, auf ein Tagesgeldkonto überweist. Nach ein paar Monaten, wirst du die „fehlenden“ 20€ gar nicht mehr bemerken. Das ist der Zeitpunkt, an dem du auf, sagen wir, 50€ erhöhen kannst.

Das gleiche machst du nach ein paar Monaten wieder. Und wieder. Und wieder.

Irgendwann fällt es dir viel leichter, Geld beiseite zu legen. Und aus den ganzen kleinen Krümelchen ist auch schon ein ordentlicher Klumpen geworden.

Tipp 9: Erhöhe dein Einkommen und spare den Überschuss.

Überlege dir, wie du zu mehr Geld kommen kannst.

Vielleicht ist ja eine Gehaltserhöhung drin? Oder kannst du dir ein Nebeneinkommen aufbauen?

Mit mehr Einkommen kannst du den Überschuss leicht sparen, ohne dadurch weniger als vorher zu haben.

Je passiver dein Zusatzeinkommen, desto besser. Denn wenn du hart für das Plus an Geld arbeitest, könntest du denken, dass du dir eine Belohnung für deine harte Arbeit verdient hast. Am Ende bist du möglicherweise wieder frustriert, weil deine Ersparnisse nicht die Belohnung sind, die du dir vorstellst.

Tipp 10: Überlege dir, wie du schon heute „reich“ leben kannst.

Was würdest du tun, wenn du reich bist? Oder anders gesagt: Warum möchtest du viel Geld haben?

Wenn wir dem Warum etwas auf den Grund gehen, stellt sich oft heraus, dass es neben materiellen Dingen häufig auch um immaterielle Dinge, Erlebnisse oder Gefühlszustände geht, die wir mit Reichtum verbinden.

Hier ein paar Beispiele:

  1. „Ich will mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“
  2. „Ich will die Welt bereisen.“
  3. „Ich will schicke Dinnerparties für meine Freunde geben“
  4. „Ich will mich so selbstbewusst und stark fühlen, wie es die Reichen und Erfolgreichen tun.“
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Finde heraus, welche Dinge du mit Reichtum verbindest und überlege dir, ob und wie du diese Dinge auch heute schon für gar kein oder nur wenig Geld haben kannst.

Für die Beispiele oben könnte das zum Beispiel bedeuten:

  1. „Ich will mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.“
    Genieße die Zeit mit deiner Familie bewusster und schaffe feste Zeiten, die nur der Familie gehören.
  2. „Ich will die Welt bereisen.“
    Reise außerhalb der Saison, versuche zeitlich so flexibel wie möglich zu sein und nutze spezielle Seiten für Sonderangebote wie Urlaubsguru, Travelbird oder Secret Escapes, um günstig an tolle Reiseangebote zu kommen.
  3. „Ich will schicke Dinnerparties für meine Freunde geben.“
    Setze dir ein Budget (z.B. 100€) und besorge dir ein paar der Dinge, die du mit schicken Dinnerparties verbindest, z.B. schöne Weingläser, ein Schiefertablett für deine Käseplatte und eine Etagiere. Und dann gibst du regelmäßig großartige Dinnerparties.
  4. „Ich will mich so selbstbewusst und stark fühlen, wie es die Reichen und Erfolgreichen tun.“
    Lies Bücher, sieh Videos, besuche Kurse zum Thema Selbstbewusstsein und Charisma.

 

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Fazit

Wir beiden wissen: Sparen ist nicht immer leicht. Aber wenn du langfristig vorwärts kommen willst, kommst du nunmal nicht drumherum. Nutze deswegen die 10 Tipps, damit dir das Sparen leichter fällt und nicht das Gefühl hast, auf etwas verzichten zu müssen.

Hat dir der Artikel gefallen? Dann freue ich mich, wenn du ihn teilst oder einfach deiner besten Freundin davon erzählst 😉

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