Nebenbei Geld verdienen - Titelbild

Wer möchte nicht gern nebenbei Geld verdienen? Wie wäre es denn zum Beispiel mit 100€ extra jeden Monat? Oder 500€? Das wäre doch nett. Wenn ein Großteil davon passives Einkommen ist, also wenig aktives Zutun braucht, wäre es perfekt.

Sei ehrlich: Das klingt zu gut, um wahr zu sein, oder?

Das dachte ich auch lange. Man könnte sagen, ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Geld verdienen war da in der Regel mit harter (meist körperlicher) Arbeit verbunden. Es wurde aber immer nebenbei Geld verdient. Meine Oma hat gefühlt Millionen mit Strohblumen verdient, zumindest wenn man nach ihren Erzählungen geht. Passives Einkommen oder das eigene Geld für sich arbeiten lassen, waren aber eher unbekannte Konzepte.

Aber ich träumte vom Reichtum im Schlaf. Okay, das ist jetzt vielleicht übertrieben. Aber du weißt schon, Geld verdienen auf die angenehme Art zumindest. Also fing ich an, mich damit zu beschäftigen.

Mein ersten, nennenswerten Einnahmen, die man als passiv bezeichnen könnte, hatte ich Ende 2019. Im Jahr darauf habe ich weiter daran gearbeitet. Und konnte 2020 im Durchschnitt über 100€ nebenbei verdienen. 144€, um genau zu sein. Davon 107€ passiv. Aber 2021 war DEUTLICH besser.

Nebenbei Geld verdienen: Mein Jahresrückblick 2021

Deswegen möchte ich dich hier mal mit hinter die Kulissen nehmen und dir erzählen, wie sich meine Einnahmen in 2021 entwickelt haben und wieviel ich womit verdient habe.

Noch ein Hinweis vorab: Alle meine Einnahmen bekomme ich zusätzlich zu meinem Vollzeitjob. Das bedeutet zwei Dinge.

  1. Jeder Euro, den es dazu gibt, ist ein guter Euro. Auch kleine Einnahmen sind okay, weil ich nicht darauf angewiesen bin. (Da ich in den nächsten Jahren ein eigenes Haus bauen möchte, wird mittlerweile jeder Euro als ein weiterer Backstein gewertschätzt, denn der kostet etwa 0,95€.)
  2. Wenig Zeit ist kein Hindernis, wenn man nebenbei Geld verdienen möchte. Viele Dinge dauern bei mir monatelang, weil ich eben nur nach Feierabend oder am Wochenende daran arbeiten kann, besonders aufwändige Dinge, wie E-Books oder Onlinekurse. Einmal fertiggestellt, können sie mir aber theoretisch unendlich lange Einkünfte bringen. Das ist es auf jeden Fall wert.

9 Quellen passiver Einnahmen

Ich habe etwa 9 Quellen passiver Einnahmen, die ich mir über die letzten Jahre aufgebaut habe. Manche davon bringen 10€ im ganzen Jahr, manche 1.000€ in 6 Monaten. Ich konnte oft schlecht vorhersehen, was gut funktioniert und was nicht, habe also einfach vieles getestet. So haben sich über die Zeit einige Quellen angesammelt. Davon fasse ich manche Quellen zusammen, die eigentlich leicht unterschiedlich sind, wie z.B. Dividenden, P2P-Zinsen oder Anleihezinsen.

Jedenfalls haben mir diese 9 Quellen im Jahr zusätzliche Einnahmen von 3.646€ gebracht. Das macht einen Durchschnitt im Monat von 303€.

Das sind etwa 318 Backsteine jeden Monat! Ein Quadratmeter Wand hat etwa 63 Steine. Macht also 5 Quadratmeter Wand, die Monat für Monat nebenbei reinpurzeln. 😅 Aber genug der Backstein-Analogien. Lass uns doch mal ins Detail gehen und schauen, welche Quelle wieviel gebracht hat.

Einkommensquellen 2021 - Nebenbei Geld verdienen
Passives Einkommen 2021

Den größten Anteil macht Affiliate Marketing aus, den kleinsten mein Etsy-Shop, da komm ich aber später noch dazu. Die Stockmedien (Fotos und Icons) sind mit 10€ jetzt auch nicht der Burner. In dem Bereich habe ich allerdings auch seit mehreren Jahren keinen Finger krum gemacht.

Nur ein Jahr zuvor sah die Verteilung noch etwas anders aus. Wie du siehst, waren es weniger Quellen und die Summen fielen noch geringer aus. Das letzte Jahr ging so schnell vorbei, aber für meine Einkünfte hat es einen deutlichen Unterschied gemacht.

Einkommesquellen 2020 - Nebenbei Geld verdienen
Passives Einkommen 2020

Werfen wir nochmal einen Blick auf die monatliche Verteilung. Blau sind die Einnahmen aus 2021, daneben in Grau die vom Vorjahr.

Einnahmen nach Monat_Nebenbei Geld verdienen
Passives Einkommen 2020-2021 nach Monaten

Du siehst, die Einnahmen schwanken wie ein alter Kahn bei Wellengang. Aber das ist okay, weil ich eben nicht darauf angewiesen bin. Die gepunkteten Linien sind die Trendlinien, sie zeigen die durchschnittliche Entwicklung. Zum Ende des Jahres wird es anscheinend immer besser. Ich bin mir noch nicht sicher, woran das genau liegt. Ein Grund könnte aber sein, das im Jahr neue Quellen dazugekommen sind, die die Einnahmen verbessern.

Neue Einnahmequellen 2021

Ich habe mir 2021 drei neue Quellen aufgebaut, die mir Geld bringen können. So ist mein erster Onlinekurs im Sommer gestartet und kurz darauf kam mein Buch „How to be a rich girl“ mit dem Eulogia Verlag raus. Im Dezember ist dann auch noch mein kleiner Etsy-Shop mit einigen Business- und Tagesplanern gestartet.

Manche davon haben schon ganz gute Einnahmen gebracht, andere kaum etwas. Wenn ich aber etwas aus den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es Folgendes: Passives Einkommen braucht Geduld. Manche Dinge brauchen Zeit zum Anlaufen, andere bringen überhaupt nur über einen längeren Zeitraum merkliche Einnahmen. Also warten wir mal ab, wie sich die „Neuen“ im nächsten Jahr so machen.

Ein paar Hintergrundinfos zu den Einnahmen:

  1. Mein Buch kam erst im Juli raus und die Tantiemen werden mit deutlicher Verzögerung gezahlt. Damit fehlen effektiv 3 Monate in der Berechnung.
  2. Auch beim Onlinekurs erhalte ich die Einnahmen erst im übernächsten Monat, also sind die Zahlungen um 2 Monate verschoben. Die Einnahmen für November und Dezember fließen also nicht mehr in die Berechnung mit ein.
  3. Der Etsy-Shop ist erst Mitte Dezember gestartet und auch hier gibt es leichte Verzögerungen, damit fließen einige Einnahmen aus Dezember erst in die Statistik vom Januar ein.

Größte Überraschung: Aktienverkäufe

Wenn du mir schon länger auf dem Blog folgst, dann weißt du vielleicht, dass ich den Großteil meiner Wertpapiere langfristig behalten will. Der klassische Buy & Hold Ansatz also.

Aber ich habe auch angefangen, ein wenig mit „Spielgeld-Aktien“ zu spekulieren. Also übriges Geld in kleineren Mengen so anzulegen, dass ich in kurzer Zeit Renditen erwarten kann (mit einem entsprechend höheren Risiko). Und mit der Zeit bin ich hier besser darin geworden, die „richtigen“ Aktien auszuwählen. Da ich hier nur wenig Geld investiere, kommen auch keine riesigen Summen dabei raus. (Wenn ich 100.000€ Spielgeld hätte, könnte ich richtig was reißen! Hab ich aber nicht. Und ich bin zu sehr Angsthase, um hier größere Summen zu investieren.)

Aber immerhin konnte ich mir fast 600€ damit dazuverdienen und das ohne großen Aufwand. Hier hat mein Geld wirklich gut für mich gearbeitet. Das hat mich überrascht.

Aktien mit Handy handeln_Nebenbei Geld verdienen

Aufträge in Sachen Finanzberatung und Design

Ich versuche, meine zusätzlichen Einnahmen so oft wie möglich passiv zu gestalten. Also so, dass ich entweder nur einen geringen Aufwand damit habe oder so, dass ich eine Leistung vorab erbringen kann, die mir danach lange Einnahmen bringt. Trotzdem habe ich auch aktives Nebeneinkommen, bei dem ich als Dienstleister arbeite und meine Zeit eins zu eins gegen Geld tausche. Solche Aufträge habe ich schon deutlich zurück gefahren, weil Zeit meine knappste Ressource ist und ich damit effizient umgehen muss. Aber ein paar Einnahmen gab es dennoch.

Denn schließlich haben Aufträge auch einen entscheidenden Vorteil: Ihre Einnahmen sind besser planbar. Für jede Stunde, die ich investiere, weiß ich, wieviel Geld ich damit verdiene. Bei meinen passiven Einnahmen ist das eben nicht so. Wenn ich ein halbes Jahr an einem E-Book schreibe, kann es trotzdem sein, dass es am Ende niemand kauft.

Und so habe ich mir ein wenig Geld mit Dienstleistungen im Bereich Design und Texten sowie der Finanzberatung dazuverdient. In Summe gab’s hier etwa 500€.

Weitere Einnahmen: Steuerrückerstattung und verkaufte Möbel

Ich freue mich jedes Jahr auf die Steuererklärung. Ich weiß, nerdig, oder? Die nervt auch ein bisschen, weil aufwändig. Aber ich weiß, dass es da so ziemlich immer eine ordentliche Erstattung gibt. Mein Mann und ich haben unsere Steuerklassen auch bewusst so gewählt, dass wir unterjährig lieber mehr zahlen und dafür Geld zurückbekommen. Das erspart es uns, Rücklagen nur für die Steuer verplanen zu müssen. Die Steuererklärung zu machen ist also auch eine nette Einnahmequelle nebenbei. (Wobei ich ja das Geld vorher mal bezahlt hab. Also eigentlich ist es ja eher eine Rückerstattung. Aber würde ich sie nicht machen oder würde ich zu wenig absetzen, würde ich mein Geld ja auch bloß nicht wieder sehen. Wir zählen es also als Einnahme.)

Übrigens auch super, um nebenbei Geld zu verdienen: Nicht gebrauchte Dinge verkaufen. Möbel zum Beispiel. Davon gab es bei uns einige, denn wir sind umgezogen und haben uns räumlich verkleinert. Das ist zwar eher vorübergehend, aber es gab trotzdem einige Dinge, die wir nicht länger gebrauchen konnten. Oder gar nicht erst mitnehmen. Die Küche in unserer Wohnung zum Beispiel. Also gab es ein paar Einnahmen durch den Verkauf von Küche und anderen Möbeln.

Hier gab es in Summe etwa 2.500€.

Warum du nebenbei Geld verdienen solltest

Alle zusätzlichen Einnahmen haben im Durchschnitt für 550€ mehr jeden Monat gesorgt. Also deutlich mehr als die 144€ vom letzten Jahr. Und das in nur 12 Monaten. Wir verbuchen 2021 also als finanziell gutes Jahr.

Und du solltest auch nebenbei Geld verdienen. Warum?

Ich glaube, wir brauchen jetzt nicht diskutieren, ob ein bisschen mehr Pinkepinke schön ist oder nicht. Aber mal abgesehen davon, dass mehr Geld etwas Gutes ist, sind Nebeneinkünfte immer eine kluge Idee.

Denn für dein Einkommen gilt das gleiche wie für Investitionen: Streuung reduziert dein Risiko. Wenn dein Job dein einziges Einkommen ist, setzt du alles auf eine Karte.

Dabei kann so viel passieren: Lange Krankheit, Elternzeit, Teilzeitarbeit, weil man sich um die Familie kümmert oder durch Dinge wie Burn-out oder andere psychische Krankheiten dazu gezwungen ist. Auch Dinge wie Kurzarbeit oder Kündigung sind möglich. Das alles beeinträchtigt dein Einkommen deutlich und es ist klug, wenn es andere Quellen gibt, die davon unabhängig sind und zumindest einen Teil davon abfangen können.

Dabei gibt es heute und besonders auch im Internet zahlreiche Möglichkeiten, nebenbei Geld zu verdienen. Egal ob es leichte Tätigkeiten wie Umfragen sind (hab ich früher übrigens auch gemacht), aufwändigere Dienstleistungen (kann man z.B. auf Plattformen wie Fiverr anbieten) oder eben passive Einnahmen. Letzteres ist natürlich mein persönlicher Favorit. Wenn du mehr darüber lernen willst, dann lade dir den umfangreichen Guide dazu herunter! Oder schnupper in meine Artikel zu passiven Einkommen rein.

Und wenn ich dir noch einen Tipp geben darf: Hab Geduld und bleib am Ball. Sich nebenbei etwas aufzubauen braucht Zeit. Du wirst nicht von heute auf morgen 500€ extra verdienen. Und falls doch: melde dich bei mir und erzähl mir, was du gemacht hast 😉 Spaß beiseite, es kann eine Weile dauern. Aber du hast ja gesehen, schon ein Jahr kann da einen riesigen Unterschied machen. Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei, wenn du dir mehr Standbeine aufbaust!

Deine Laura

P.S: Folge mir auf Instagram, um keinen neuen Artikel zu verpassen!

Das könnte dich auch interessieren:
– Jahresrückblick: Mein (Finanz-)Jahr 2020
– 66% Sparrate: Wie ich meine Einnahmen erhöht und meine Ausgaben gesenkt habe
– Vermögensaufbau für Frauen: In nur 4 kleinen Schritten
– 72.000€ sparen: Mein Weg zum eigenen Haus

Von mir empfohlene Finanzprodukte:

  • Kostenloses GirokontoDKB*
  • Das Depot für´s Smartphone: Trade Republic*
  • Breitgestreute P2P-InvestitionenMintos* (Ich nutze die diversifizierte Mintos-Strategie.)
Inhalte werden geladen